Ein Gastspiel wird zum Erfolgslauf
Die Grazerin Anna Bartenstein steht im Finale der Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf.
TENNIS. Papa Stefan meldete sich gestern in der Redaktion der Kleinen Zeitung mit der Frage, ob wir nicht ein aktuelles Foto seiner Tochter Anna benötigen würden. Und tatsächlich, die letzte Aufnahme mit der Grazerin im Archiv datiert aus dem Jahr 2004. Damals schwitzte die heute 23-Jährige noch als hoffnungsvolles Toptalent bei Star-Trainer Nick Bollettieri in Florida für eine bevorstehende Profikarriere. Geworden ist daraus jedoch nichts.
Warum nicht? Mit 18 Jahren stand die Steirerin in der Weltrangliste bereits auf Platz 356, dann warfen sie Verletzungen immer wieder zurück. Daher entschied sich Bartenstein, die internationale Laufbahn abzuhaken und stattdessen in Miami College-Tennis zu spielen. Für die beim GAK gemeldete Grazerin eine ideale Lösung: "Normalerweise kostet ein Semester 50.000 Dollar. Ich zahle aber nichts und bekomme sogar noch 1500 Dollar", erzählt die Nichte von Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, die nächstes Jahr den "Business-Bachelor" abschließen will und nach wie vor täglich bis zu vier Stunden trainiert.
Da Anna derzeit auf Heimatbesuch ist, hat sie gleich bei den Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf genannt. Und dort stellt sie ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Nach dem Überraschungssieg gegen Tina Schiechtl (6:4, 6:3) bezwang sie auch Lisa Wegmair (6:1, 6:2) und steht im Finale.
ALEXANDER TAGGER













