Kurz und die Models
VP-Staatssekretär in Graz über Integrationsvorbilder. Neuer Joanneum-Research-Chef.Höfler bleibt Kommandant.

Foto © FuchsStaatssekretär Kurz (ÖVP) zu Gast im Steirischen Presseclub
Staatssekretär Sebastian Kurz war mit Fritz Grillitsch, Vize im ÖVP-Parlamentsklub, zu Gast im Steirischen Presseklub. Dort gab es einen Ausblick auf Integrationsmaßnahmen, die das jüngste Mitglied der Bundesregierung im Juli vorstellen will. So möchte Kurz mit "Role Models", in seinem Fall Vorbilder für gelungene Integration, auf Achse gehen. In Schulen etwa sollen Personen vom Format eines Vastic oder Jukic, aber auch "der erfolgreiche Polizist mit Migrationshintergrund" Vorurteile abbauen.
Viel erwartet sich der 24-Jährige von einem zweiten, kostenlosen Kindergartenjahr. Tenor: Unter jenen sieben Prozent der Vierjährigen, die von ihren Eltern derzeit nicht zur Kinderbetreuung geschickt werden, sind sicher solche mit Sprachdefiziten. Diese abzubauen, ist wichtig. Dass die Finanzierung ungeklärt ist, schreckt Kurz nicht ab. Für das bundesweit kostenlose Kindergartenjahr für Fünfjährige hätte es drei Jahre gebraucht.
Der Zustand der ÖVP unter Michael Spindelegger war freilich auch Thema im Presseclub. Laut Kurz "wird es besser". Grillitsch wiederum will Meinungsumfragen nicht überbewerten. Auf die Steiermark angesprochen, meint der Bauernbundpräsident: "Die Reformpartnerschaft ist toll." Setzen LH Franz Voves (SP) und VP-Vize Hermann Schützenhöfer ihre Ziele um, dann "haben beide den Anspruch, wieder zur Wahl zu stehen", so Grillitsch über Gedankenspiele der Landesspitze, 2015 doch nicht in Polit-Pension zu gehen.
Joanneum Research
Rochade in der Chefetage der landesnahen Forschungsgesellschaft Joanneum Research: Nach Edmund Müllers Wechsel ins Grazer Rathaus (als SPÖ-Kultur- und Gesundheitsstadtrat) und vor Pensionsantritt von Bernhard Pelzl hat die Landesregierung nun einen neuen "Geschäftsführer mit wissenschaftlichem Hintergrund" bestellt: Es ist Univ.-Prof. DI Dr Wolfgang Pribyl. Er kommt von der TU Graz, wo er seit 2005 das Institut für Elektronik leitet.
Höfler bleibt
Personalentscheidungen von Verteidigungsminister Norbert Darabos sorgten in der letzten Zeit immer wieder für Zündstoff. Die jüngste wohl nicht. Generalleutnant Günter Höfler bleibt weitere fünf Jahre Kommandant der Streitkräfte. Er habe sich in dieser Funktion im höchsten Maße bewährt, lobt Darabos in einer Aussendung den 58-jährigen Offizier aus Weiz. Auch Höflers Stellvertreter, der Tiroler Dieter Heidecker, wurde weiterbestellt.
















