GVB: "Es menschelt wieder"
Kunden-Offensive bei den Graz Linien: Am Jakominiplatz wird Fahrgästen persönlich der Weg gewiesen, Mitarbeiter in Konfliktmanagement geschult.
Rückblende: Linie 7 fällt kurzfristig aus, der Schienenersatzverkehr wartet an der Bushaltestelle - aber nur wenige Fahrgäste wissen davon. Die Durchsage über die Lautsprecher war inhaltlich und akustisch nur schwer verständlich und ließ viele potenzielle Kunden verloren zurück. Der Ersatzbus fuhr halb leer ab.
Zurück ins Heute: Mitarbeiter der Graz Linien gehen offensiv auf Menschen zu, die sich etwa am Jakominiplatz nicht zurechtfinden, und weisen ihnen den Weg. Was zählt, ist der direkte Kontakt. Oder anders: "Es menschelt wieder", wie es Barbara Muhr sagt, Vorständin der Graz Linien. "Überall wird auf Automatisierung gesetzt, da tun sich vor allem ältere Menschen schwer. Es geht um das Gefühl, dass wir persönlich da sind."
Daneben wurde massiv in die Mitarbeiterschulung investiert, Schwerpunkt Konfliktmanagement; das Mobilitätscenter wurde adaptiert und übersichtlicher gestaltet; Beschwerden sollen binnen 48 Stunden beantwortet werden. "Und zwar nicht mit irgendwelchen Standardantworten, sondern wir gehen auf die konkrete Kritik ein", so Muhr.
Überhaupt sind die Graz Linien neu für Kritik offen, nur so könne man den Kunden helfen, sagt Muhr. Bei Problemen die erste Adresse: das Kundenservice unter 0316/887-8804.

















