Behinderten-Wohnungen sind nicht barrierefrei
Viele städtische Behinderten-Wohnungen stehen leer./ SPÖ fordert auch vom Magistrat Einkommensberichte.
ÖVP-Gemeinderat Mario Kowald ist sauer: "Behinderte Menschen sind nicht dumm. Leider werden sie immer noch für dumm verkauft." Anlass für die Kritik sind städtische Behinderten-Wohnungen: Viele seien veraltet und daher für Behinderte nicht mehr tauglich. Die kuriose Folge: Viele dieser reservierten Wohnungen stehen leer, da sie eben für Behinderte nicht nutzbar sind; letztere müssen sich stattdessen am Privatmarkt teure Wohnungen suchen.
Kowald fordert daher eine Evaluierung der Situation sowie entsprechende Sanierungen. Über einen Antrag im heutigen Gemeinderat will er Sozial- und Wohnungsamt zum Handeln bringen.
SPÖ-Gesundheitsstadtrat Edmund Müller fordert eine breit angelegte Drogenenquete ein. "Wir brauchen alle Zahlen, Daten und Fakten, um daraus gemeinsam ein ,Programm für Graz' erarbeiten zu können." Derzeit werde das Thema nur von einem Ressort zum anderen weitergereicht, dabei müssten das Jugend-, Sozial- und Gesundheitsamt Hand in Hand arbeiten, so Müller.
In Sachen Einkommenstransparenz arbeitet Martina Schröck (SP) sehr wohl Hand in Hand mit Gerald Haßler. Wie berichtet, lädt Schröck alle Grazer ein, eine Internet-Datenbank zu füllen. Der Lohn: Ab Herbst soll die Datenbank Vergleiche ermöglichen und Einkommensscheren hervorheben. Heute im Gemeinderat legt Haßler nach: Er beantragt, dass der Magistrat und alle Unternehmungen der Stadt Einkommensberichte vorlegen.
Indes hat VP-Mandatar Gunther Linhart einen ungewöhnlichen Vorschlag in Sachen Fernwärme: Im Sommer werde das Netz unter anderem mit Gas aus dem Kraftwerk Puchstraße befeuert - "zur Abdeckung des Fehlbedarfs". Dies sei teuer und belaste die Umwelt. Daher möge die Energie Graz prüfen, ob nicht die Installation eines simplen Warmwasserspeichers sinnvoller wäre. MICHAEL SARIA, GERALD WINTER
















