Aston Martin kündigt Magna Sportwagen-Deal auf
Der britische Luxusautoproduzent Aston Martin kündigt den Vertrag mit dem austro-kanadischen Autozulieferer Magna zur Produktion des Sportwagens Rapide in Graz auf. Nobelmarke will Rapide ab Mitte 2012 in England fertigen.

Foto © APAAston Martin Produktion ab Mitte 2012 wieder in England
Die Nobelmarke will ab Mitte 2012 das Luxus-Sportcoupe um 150.000 Pfund (168.077 Euro) in seiner Fabrik im englischen Gaydon herstellen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Aston Martin bestätigt die Kündigung auf seiner Homepage. Bei Magna in Graz hielt man sich auf APA-Anfrage bedeckt und verwies auf den Hersteller.
2.000 waren anvisiert
Ursprünglich hätten rund 2.000 Rapide im Jahr gefertigt werden sollen, an diese Zahl ist man dem Vernehmen nach aber nicht herangekommen. Um die Jobs dürfte man sich allerdings keine Sorgen machen müssen: Wie bereits berichtet, könnten diese gut bei der angeblich besiegelten Fertigung des Mini Paceman der BMW Gruppe ab Ende 2012 gebraucht werden. Bei Magna wird allerdings hinsichtlich Verträgen und Fertigung traditionell auf die Kunden verwiesen.
Vonseiten des britischen Herstellers habe man Magna am 27. Mai informiert, dass der Fertigungsvertrag beendet werde. Wie Sprecher Matt Clarke am Dienstag in einem Telefoninterview mit der Agentur Bloomberg sagte, könne man den Wagen in Gaydon ab Mitte 2012 effektiver fertigen. Angepeilt werde eine Jahresproduktion von rund 1.500 Stück. Beim Start der Fertigung in Graz im Herbst 2009 war man noch von rund 2.000 Stück in der Vollproduktion ausgegangen. Damals hatten bei Magna rund 240 Mitarbeiter das Modell von Hand gefertigt, zuletzt sollen es rund 150 gewesen sein.
Aston Martin verkündete laut der Agentur, dass man plane, rund 300 Mio. Pfund (336 Mio. Euro) aus einer Sieben-Jahres-Anleihe zu lukrieren, um damit unter anderem bestehende Verbindlichkeiten zu refinanzieren. Rund zehn Millionen Pfund (11,21 Millionen Euro) daraus werde man für die Adaptierung des Werkes in Gaydon für die Rapide-Fertigung verwenden.
Kooperation "sehr positiv"
Auf der Homepage des britischen Autoherstellers betonte man, dass Zusammenarbeit mit Magna sehr positiv gewesen sei, alle Erwartungen seien erfüllt worden. 2008 sei es so gewesen, dass die Herstellung des Rapide in Gaydon die Produktion anderer Modelle eingeschränkt hätte, so Vorstand Ulrich Bez. Da drei Jahre aber eine lange Zeit seien, sei das Stammwerk nun auch "flexibler".
Das viertürige Sportcoupe mit 477 PS (350 kW) unter der Haube war übrigens der erste Aston Martin, der nicht in Großbritannien gebaut wurde.















