Zeit für einen Neuanfang
Hängende Köpfe, Fassungslosigkeit und bittere Enttäuschung - beim HC Seiersberg stehen alle Zeichen auf Umbruch.
HANDBALL. Am Boden zerstört zeigt sich der HC Seiersberg auch drei Tage nach der 24:30-Niederlage gegen Westwien. "Der Zustand des Klubs, der Spieler, der Trainer - einfach bei allen - ist ein furchtbarer", sagt Obmann Michael Schweighofer. "Es ist all das passiert, was wir nicht haben wollten. So etwas kann man nicht so schnell verdauen."
Der Verbleib in der Bundesliga schmeißt den Verein, laut Obmann, um Jahre zurück. "Wir haben viel Zeit, Geld und Arbeit für das große Ziel HLA investiert." In der Mannschaft wird nun ein Umbruch stattfinden müssen. "Unser Klub kann diesen finanziellen Aufwand nicht weiter betreiben. Es wird Zeit für einen Neuanfang." Ob Trainer Josip Milkovic bleibt, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden. "Wir müssen aber schnell alles in geregelte Bahnen bringen und wieder aufstehen", zeigt sich auch in Schweighofer eine leise Zuversicht.
Trotzdem wird über die letzte Runde im Aufstiegs-Play-off noch ein Wörtchen zu sprechen sein. Die Grazer wollen sich beim Verband wegen der zeitlichen Verspätung in Leoben erkundigen. "Ich glaube nicht, dass sich etwas ändern wird. Aber hinnehmen wollen wir es nicht." SANDRA MATHELITSCH














