Nicht an der Wirtschaft vorbei
Projekt "Wirtschaftsnahe Schule" ist ein Erfolg für Polytechnikum-Schüler und Wirtschaft.

Foto © STG/FISCHER Projekt-Treffen: Kuss (r.), Grabner und Amon mit den Lehrlingen
Sie haben zwar beide schon vorher den Beruf des Automechanikers im Auge gehabt. Den beiden Schülern des Polytechnikums Graz wurde die endgültige Entscheidung für und der Einstieg in diesen Beruf aber doch wesentlich erleichtert. Mittlerweile sind Nico Temel und David Skorianz Lehrlinge im Grazer Autohaus Kuss.
Geholfen hat ihnen dabei das von Bildungsstadträtin Sonja Grabner (ÖVP) initiierte Projekt "Wirtschaftsnahe Schule", das mit dem Schuljahr 2009/10 gestartet wurde. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Polytechnischen Schule bekommen so die Möglichkeit, weit über das übliche Schnuppern Einblick in die Wirtschaft zu erhalten und sich optimal auf das Berufsleben vorbereiten zu können. "Das hat aber auch für uns den wesentlichen Vorteil, dass wir an einer Lehre interessierte Jugendliche besser kennenlernen können", weiß auch Firmenchef Franz Kuss dieses Projekt zu schätzen. Das Autohaus in Andritz ist eines von mittlerweile über 45 Unternehmen, die mitmachen. Bis zu 30 Praxis-Plätze, je zur Hälfte im touristisch-kaufmännischen sowie technischen Bereich, werden angeboten. Heuer haben 18 junge Menschen daran teilgenommen. Seit Projektstart gab es schon 18 Lehrstellen.
"Als Kosten fallen nur die Schreiben an die Firmen an. Fazit: Nicht jedes Schulprojekt, das Praxisnähe vermitteln soll, muss teuer sein", freut sich Stadträtin Grabner, die gestern ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon zu einem Treffen bei der Firma Kuss einlud. Amon hatte ja kürzlich gemeint, die Polytechnischen Schulen würden an der Wirtschaft vorbei arbeiten.

















