Der Wahlkampf läuft auch online
Zwar stehen Plakate auf dem Campus, richtig aktiv sind die Studenten-Fraktionen aber auch auf Facebook - mit Countdown und Protest.
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Ginge es nach Facebook, stünde der Wahlsieger der Studentenwahlen in Graz schon fest: Mit 687 Fans haben beim Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ) die meisten Menschen auf "gefällt mir" geklickt. Dahinter duellieren sich die grüne "Gras" und die Aktionsgemeinschaft (AG), mit 506 zu 479 Fans. Das sind nur Zahlenspiele, die Internetplattform Facebook wird von den Fraktionen auch aktiv zur Wahlwerbung genutzt. Der VSStÖ hat einen Countdown eingerichtet, jeden Tag wird ein Grund sie zu wählen gepostet. Zum Protest nützt der kommunistische Studentenverband (KSV) sein Facebook-Profil: Nachdem ihre Wahlplakate mit neonazistischen Parolen überklebt wurden (wir berichteten), wurde nicht nur Anzeige erstattet, sondern läuft auch auf Facebook die Parole "Unsere Uni: Nazi-frei". Nicht nur auf dem Campus sind die Wahlwerber der Fachschaftslisten ("Flug") mit einem Schaf unterwegs, auch ihr Facebook-Logo ziert das Wolltier. Die Menschen hinter dem Schaf präsentieren sich mit Foto auf der Facebook-Seite. Die AG setzt ihre Wahlziele plakativer in Szene, mit großen Symbolen stehen sie auf ihrem Facebook-Profil für Stipendien und Zugangsmanagement. Während sich die anderen Fraktionen als Organisationen für alle zugänglich auf Facebook präsentieren, ist der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) als "geschlossene Gruppe" vertreten. Einblick erhält man nur, wenn man eine Beitrittsanfrage sendet. Auch die österreichweite ÖH-Wahl selbst wurde auf Facebook als Veranstaltung angelegt - 9193 Personen wollen teilnehmen. Bei rund 282.000 Wahlberechtigten österreichweit würde das eine Wahlbeteiligung von drei Prozent machen. Aber auch das ist nur ein Zahlenspiel. SONJA SAURUGGER


















