"Warum sollte ich sie nicht wählen?"
Es ist eine jener Fragen, die Jugendliche Politikern stellen würden, wenn sie könnten. Die Schüler der HAK Eisenerz haben es getan.

Foto © Jürgen FuchsEisenerzer Schüler mit SPÖ-Jugendsprecher Maximilian Lercher
Es ist sicher keine Frage, die Politiker allzu oft gestellt bekommen. An diesem Tag, im Rittersaal des Landhauses in Graz, müssen Sie darauf Antworten finden. Die Schüler der HAK Eisenerz wissen offenbar, wie man einen Überraschungseffekt erzeugt: "Können Sie uns Gründe sagen, warum wir Sie nicht wählen sollten?" Für einen Tag sind die Jugendlichen den Volksvertretern aus dem Landtag ganz nah. Beim Projekt "Mitmischen im Landhaus" dürfen Sie Politiker fragen, was sie wollen.
"Sie sollten mich nicht wählen, wenn Sie wahnsinnig gerne Autofahren und irrsinnig billiges Benzin wollen", antwortet etwa Ingrid Lechner-Sonnek von den Grünen auf die Eingangsfrage, die Kathi gestellt hat. Gerd Krusche von der FPÖ antwortet: "Wenn alle einfach eine Grundversorgung vom Staat bekommen sollen." Vier Politiker sitzen im Kreis mitten unter den Schülern, Maximilian Lercher, Angelika Neuhold, Gerd Krusche und Ingrid Lechner-Sonnek; die Vertreter von Rot und Schwarz, Blau und Grün. Die KPÖ ließ sich entschuldigen.
Ihre Fragen haben die Schüler davor in Gruppen ausgearbeitet, unterstützt von Mitarbeitern des Vereins beteiligung.st. Möglichst nahe an ihrer Lebenswelt sollten die Themen sein. Aber auch pikantere Dinge wie: "Wie viel verdienen Sie?", waren erlaubt - das hat die Schüler aber dann doch gar nicht so brennend interessiert. Eher schon: "Warum müssen nur Männer Wehrdienst leisten?", wie Flo wissen will oder: "Soll man die Jugendschutzgesetze österreichweit vereinheitlichen?", gefragt von Kerstin.
Die Jugendlichen, rund zwanzig Schüler der HAK Eisenerz, alle um die 16 Jahre, sind diszipliniert bei der Sache und sie hören aufmerksam zu. Zwischendurch wird diskutiert, sie haben schließlich ihre eigene Meinung - und an diesem Tag können sie diese der Politik direkt kundtun. Die Zeit vergeht schnell, nicht alle Fragen haben Platz. Im Internet haben die Politiker später Gelegenheit, auch sie zu beantworten.
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Fakten
Am Demokratie-Projekt "Mitmischen im Landhaus" haben bereits 695 Schüler zwischen 14 und 18 teilgenommen. Es findet bereits zum zweiten Mal statt.
Veranstalter: Landtag Steiermark, Bildungsressort.


















