Werbung kracht ins Zeughaus
Seit heute prägen schrille Botschaften und Kaufhausklänge die berühmte Rüstkammer.

Foto © Universalmuseum JoanneumProvokante Werbung rückt die Zeughausschätze in ein neues Licht
Prunkharnisch und Hellebarde, Kettenhemd und Zweihänder: Die Schätze im Grazer Zeughaus beeindrucken jährlich rund 50.000 Besucher. Neues gibt es in der Rüstkammer (Herrengasse) freilich selten zu sehen. Wie auch? Ein Dilemma, wie die Museumsakademie weiß. Frischer Wind musste her, gerade jetzt im Designmonat. Wie gut, dass Fachhochschüler (Ausstellungs- und Museumsdesign) sich mit Anke Strittmatter, Erika Thümmel und Ursula Lagger gemeinsam den Kopf über Alternativen zerbrochen haben. Die beste Idee stammte von Eva Zangerle und Tamara Rosner: Das Zeughaus als Supermarkt. Immer bunt und schrill, einmal provokant ("Bevölkerung Steiermark: minus 25 Prozent"), dann wieder kurios ("Stylisch, modisch, Harnisch"). Alles, nur nicht langweilig, wird der Besuch im "Armeenland"-Markt. Auch an die passende Geräuschkulisse - Kaufhaussound und Kriegsgetümmel - hat man gedacht. Bis 20. Juni.














