ÖH-Wahl: Grün-Rotes-Vorsitzteam an Uni Graz will Koalition fortführen
Studienberatung für Schüler und Maturanten soll ausgebaut und Campus ein diskriminierungsfreier "Lebensraum" werden.
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Der massive Ausbau der Studienberatung für Schüler und Maturanten, aber auch Beratung für Studierende sowie die Umgestaltung des Campus der Universität Graz zu einem "Lebensraum" sind aus Sicht des scheidenden Vorsitzendenteams aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) und dem Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) die Schwerpunkte, denen sich die nächste Exekutive der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Uni Graz widmen sollte.
Erster Ansprechpartner
Für die beiden Fraktionen treten an der Uni Graz diesmal zwei Frauen an der Spitze an. Beide Fraktionen streuten einander bei der abschließenden Bilanzpressekonferenz Rosen. "Der VSStÖ ist und wird immer unser erster Ansprechpartner sein", betonte GRAS-Spitzenkandidatin Marie-Therese Fleischhacker im Vorfeld der bundesweiten ÖH-Wahlen vom 24. bis 26. Mai. Fleischhacker war bereits zweite stellvertretende Vorsitzende der ÖH Uni Graz unter dem Vorsitz von Cengiz Kulac (GRAS). Die 20-Jährige studiert Jus und Romanistik und war bisher auch Referentin für Internationales. Der VSStÖ schickt Natalie Ziermann als Spitzenkandidatin in die kommende Wahl: Die 21-Jährige Psychologie-Studentin war bisher im ÖH-Referat für feministische Politik tätig.
Insgesamt treten an der Uni Graz acht Fraktionen zu ÖH-Wahl an: Neben GRAS und VSStÖ die Aktionsgemeinschaft (AG), die Unabhängigen Fachschaftslisten Uni Graz (FLUG), der Kommunistische StudentInnenverband (KSV), die Liste Unabhängiger StudentInnen (LUST), der Ring freiheitlicher Studenten (RFS) und die Liberalen (VERITAS).
Bessere Verkehrsverbindungen zwischen den NAWI-Standorten (Zusammenschluss der Universität Graz und Technischen Uni Graz im naturwissenschaftlichen Bereich), verstärktes Engagement für die Durchsetzung von "diskriminierungsfreien Lokalen" im Uni-Viertel und verstärkte Aufmerksamkeit, wie an der Uni Graz Frauenförderung umgesetzt wird, sind Schwerpunkte, die beide Fraktionen für ihre künftige Arbeit als wichtig erachten.
Eine besondere Herausforderung für die ÖH werde die für alle Maturanten verpflichtende Studienberatung ab 2012 sein, meint der stellvertretende ÖH-Vorsitzende Harald Braunstein (VSStÖ): "Wir wollen natürlich, dass die Beratungsfunktion der ÖH zugewiesen wird, weil wir die größte Kompetenz haben", so Braunstein. Das Ganze werde allerdings nicht kostenlos gemacht werden können, so der scheidende ÖH-Vorsitzende Kulac. Die Sparpakete in Land und Bund träfen auch die Studierenden hart, und die Hochschülerschaft stehe vor der schwierigen Aufgabe, Studierende weiterhin zur Mitarbeit in der ÖH zu motivieren: "Viele haben aufgrund des großen finanziellen Drucks nicht mehr den Spielraum, sich neben dem Studium auch noch ehrenamtlich zu engagieren".
















