Neuer Vertrag mit Eltern soll Impfung an Schulen retten
Die Zahl der geimpften Schüler sank von 2009 auf 2010 drastisch. Steirer sind "Impfmuffel" und sehen oft nicht ein, warum sie sich vor scheinbar ausgerotteten Krankheiten impfen lassen sollen. Das kann "böse Folgen" haben.

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Kommenden Montag beraten Mediziner, Juristen und Beamte mit Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (VP), ob und wie die Schulimpfung im Steirerland noch zu retten ist. Man überprüft, ob eine ausdrückliche Erklärung eines Elternteils, auf eine persönliche Beratung zu verzichten, hilft, damit möglichst viele Kinder gegen Masern & Co. geimpft werden können.
Diese persönliche Beratung ist notwendig, seit ein Gericht die Aufklärung für Eltern bei Schulimpfungen für mangelhaft erklärt hatte. Damit läutete man das Aus der herkömmlichen Schulimpfung ein. Infolgedessen entstand ein neues Impfmodell. Es sieht vor, dass Erziehungsberechtigte mit ihrem Sprössling ins Gesundheitsamt oder in ihre Bezirkshauptmannschaft gehen, um sich dort beraten bzw. impfen zu lassen.
Doch mit dem Aufwand für die Eltern sinkt auch die Bereitschaft zur Impfung. "Im Vorjahr wurden 10.532 Kinder anlässlich einer Schulimpfung geimpft. 2009 waren es noch knapp 20.000", berichtet man im Gesundheitsressort von einem starken Rückgang bei den Impfungen. Der Abwärtstrend sei nicht erst seit dem Gerichtsurteil festzustellen. "Schon vor dem Urteil sank die Zahl der an Schulen geimpften Kinder innerhalb eines Jahres um ein Drittel." Ein Grund dafür: Die Steirer sind "Impfmuffel" und sehen nicht immer ein, warum sie sich vor scheinbar ausgerotteten Krankheiten impfen lassen sollen. "Das aber kann böse Folgen haben", appelliert Edlinger-Ploder an die Steirer, sich "selbst und ihre Kinder keiner unnötigen Gefahr auszusetzen".
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"Schon vor Urteil sank die Zahl der an Schulen geimpften Kinder in einem Jahr um ein Drittel."
Aus dem Gesundheitsressort des Landes















