Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich an Stefan Karner
Neben dem Großen Ehrenzeichen der Republik Österreich erhielt der Historiker Stefan Karner am Mittwoch auch ein plüschiges Geschenk. An die 350 Gäste besuchten die Verleihung.

Foto © Gernot EderJustizministerin Beatrix Karl, Historiker Stefan Karner und Rektor der Karl-Franzens-Universität Alfred Gutschelhofer
Die Augen von Anna (6) und Marie (3) blitzten, als Alfred Gutschelhofer ihrem Großvater ein besonderes Geschenk machte: "Den russischen Bären" habe Stefan Karner schließlich bezwungen, sagte der Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz. "Und außerdem bringt er Bärenkräfte auf." Auch deswegen bekam der Historiker am Mittwochabend in der voll besetzen Aula das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
"Es geht mir gut, sehr, sehr gut", sagte Karner noch vor Beginn der Feierlichkeiten. Da hatte er schon Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel begrüßt, der angereist war, um für Karner eine Laudatio zu halten. "Ich kenne ihn seit mindestens zwei Dutzend Jahren, wir sind freundschaftlich verbunden", sagte Schüssel. Kennengelernt haben sich dieser und Karner, der dem damaligen Kanzler auch als Berater diente, übrigens in der Steiermark.
An die 350 Gäste lauschten dann der großen Zahl an Rednern, die viele lobende Worte für Karner fanden - besonders auch für die Aufarbeitung der Schicksale sowjetischer Kriegsgefangener. Nicht nur Schüssel, sondern auch Horst Möller, der Leiter des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, hielt eine durchaus persönliche Laudatio. Unter den Gästen waren viele prominente Gesichter, etwa Justizministerin Beatrix Karl, Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer, der Altbischof von Graz Seckau Johann Weber und der frühere Landeshauptmann Josef Krainer. In der ersten Reihe saßen auch Karners Familie; seine Eltern, seine Frau Linde, die Kinder und Enkel. Sohn Alex kam extra aus Bozen angereist.
Gerührt hörte der gebürtige Kärntner Karner Lieder des Doppelquintetts Griffen und der Grazer Bläser VielHarmonie. Dann wurde seine Stimme doch ein wenig brüchig. "Ich bin überwältigt und berührt. Den Preis nehme ich für mich und mein Team gerne entgegen", sagte er.

















