Sacre Coeur-Schüler laufen für Altersgenossen in Uganda
Kinder aus Graz, Wien und Pressbaum trieben bereits 100.000 Euro für Schulbau nahe Kampala auf. Am 27. Mai veranstalten die Kinder und Jugendlichen in ihren jeweiligen Schulen zeitgleich Benefizläufe.

Foto © GEPA/Sujet
Rund 100.000 Euro haben die Schüler der drei Sacre Coeur-Schulen in Graz, Wien und Pressbaum in den vergangenen vier Jahren erwirtschaftet, um damit den Schulbesuch ihrer Altersgenossen in Uganda zu ermöglichen. Am 27. Mai veranstalten die Kinder und Jugendlichen in ihren jeweiligen Schulen zeitgleich Benefizläufe, bei denen private Sponsoren den sportlichen Einsatz durch vorher vereinbarte Spenden entlohnen können.
Ordensfrauen
Die Kongregation der Ordensfrauen vom Heiligsten Herzen Jesu (Sacre Coeur) wurde 1800 gegründet und hat heute weltweit 164 Schulstandorte. Vier davon finden sich in Österreich (Wien, Pressbaum, Graz und Riedenburg) - eine in Jinja nahe der ugandischen Hauptstadt Kampala. Dort werden derzeit etwa 760 Kinder über sechs Jahre hinweg unterrichtet. 110 Euro müssen die Eltern dafür jährlich bezahlen: Geld, das sich viele der Klein- und Kleinstbauern im Umfeld von Jinja nicht leisten können. Deshalb werden in der "Primary School St. Bernadette" auch Freiplätze vergeben.
"Seit Jahren bringt jede der 20 Klassen im Gymnasium unserer Schule für je ein Kind in der Partnerschule in Jinja das Schulgeld auf", erzählt Religionslehrerin und Projektleiterin am Grazer Sacre Coeur, Rosa Hirzabauer. Neben der konkreten Hilfe für die Kinder in Uganda gehe es im Projekt darum, die Kinder in Österreich für globale Probleme zu sensibilisieren und ihnen zugleich Wege aufzuzeigen "wie sie auch in kleinen Schritten und durch konkretes Engagement etwas bewegen und bewirken können", schildert Karl Raggam, Lehrer und Projektmitarbeiter in der kirchlichen Privatschule in Graz. Mit Hilfe der österreichischen Sacre Coeur Schulen wurde im Vorjahr auch ein Ersatzbau für das in den 1950er Jahre gebaute Schulgebäude errichtet. In den Klassenräumen fehlen allerdings noch die Schulmöbel, die Errichtung von Sanitäranlagen sei dringend notwendig, ebenso die Errichtung von Wasserspeichern, so Raggam. Das Geld soll nun durch zeitgleiche Benefizläufe in den Schulen in Graz, Wien und Pressbaum hereingebracht werden.
"Von den insgesamt rund 1.900 Kindern und Schülern in unseren Kindergärten und Schulen werden mindestens 1.500 an den Läufen teilnehmen", so Hirzabauer. Sie suchen Sponsoren in der Familie aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis, die sie für ihre gelaufenen Kilometer belohnen. 11.000 Euro haben die Grazer Schüler vor vier Jahren auf diese Weise eingenommen, 27.000 die Schüler in Pressbaum im Vorjahr. Heuer hofft man durch die Beteiligung aller drei Schulen mit ungleich mehr Schülern als bisher, ein Mehrfaches an Spenden einzufahren.













