Das war wieder ein Wirbel in der Stadt
Musik, Gastronomie, Kunst, Sport und eigentlich auch Politik - zum gestrigen Abschluss des Lendwirbels ging es noch einmal richtig rund.
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Entschuldigung, wo genau ist denn dieser Lendwirbel?" erkundigten sich gestern zwei Touristen über das Straßenfest, das seit Montag am rechten Murufer tobt. Die Antwort am Infostand des Lendwirbels in der Mariahilferstraße: "Na hier - überall!" Und detaillierter kann man es wirklich nicht beschreiben.
Am gestrigen Abschlusstag traten zum Beispiel am Lendplatz junge Sportler beim Street Soccer gegeneinander an, während professionelle Sprayer ein nahe liegendes Haus mit ihren Graffiti verschönerten. Begleitet wurden sie von Bands, die den ganzen Tag die Menge am Parkplatz unterhielten (wie auch auf drei weiteren Bühnen). In der Mariahilferstraße konnte man seine Kenntnisse in Sachen Keramikgestaltung auffrischen, Cupcakes der Kuchenmädchen genießen oder sich in den ersten Grazer Nacktscanner des Kulturvereins "Culture Unlimited" begeben. "Aber keine Angst, es handelt sich dabei nur um eine Kunstinstallation", beruhigte Initiatorin Ulrike Schuster schmunzelnd, "mit der wir mehr Sicherheit im öffentlichen Raum garantieren wollen."
Denn das ist es, worum es beim Lendwirbel eigentlich geht. Die Wiedereroberung des öffentlichen Raums, für die das Kernteam von 50 Lendwirblern auch eigene Regeln aufgestellt hat. "Das Benutzen von Fahrrädern und Handys sowie das Rauchen sind eindeutig erlaubt. Sich Gehsteige und Plätze zunutze zu machen, ist unbedingt erwünscht."
Und die Botschaft wirbelte über die Bezirksgrenzen hinaus und verwandelte die Griesgasse in einen interkulturellen Markt, auf dem Indonesier ihre Gemüselaibchen neben dem Schokofondue von Intercultural Impuls anboten.
Mittendrin war Fritz Künstner. Ein Wiener, der gerne nach Graz kommt. "Ich habe früher selbst 25 Jahre lang hier gelebt, das war furchtbar langweilig. Aber was hier beim Lendwirbel passiert, ist wirklich unglaublich."



















