Haarabschneider schlug 34 Mal zu
34 Mal hat der berüchtigte Haarabschneider bisher zugeschlagen. Zuletzt schnitt er in Feldbach drei kleinen Mädchen die Haare ab. Dabei wurde er gesehen. Jetzt gibt es ein Phantombild.

Foto © Hans BreiteggerDas Phantombild des "Haarabschneiders"
Maresa ist fünf Jahre alt, ihre Freundin Fatima sieben. Beide haben seit zwei Tagen Angst, große Angst. Ein Mann hat ihnen ein Büschel Haare abschnitten. "Maresa geht seither nicht mehr in den Kindergarten - und sie schläft auch nicht in ihrem Zimmer", sagt ihre Mutter Daniela A. (32). Dann erzählt sie, was Mittwochnachmittag gegen 16.45 Uhr im Mehrparteien-Wohnhaus Hammer-Purgstallergasse 13 geschehen war. "Meine Tochter und zwei Freundinnen wollten im Keller die Rollschuhe holen. Da ist ihnen im Stiegenhaus ein unbekannter Mann begegnet. Er ist in den dritten Stock hinauf, dann wieder nach unten gegangen. Er hat Maresa und Fatima gepackt und ihnen mit einer Schere die Haare abgeschnitten." Vermutlich wäre auch Mardina (5) zum Opfer geworden. Doch sie hat kurze Haare. "Blöd", bemerkte der Täter bevor er flüchtete.
Phantombild
Sofort wurden die Kriminalgruppe der Polizeiinspektion Feldbach und das Landeskriminalamt alarmiert. Ermittlungsleiter Werner Rampitsch (LKA): "Bei unseren Recherchen sind wir auf einen weiteren Fall in Feldbach gestoßen. Ein junger Mann hat den Haarabschneider vor zwölf Tagen gesehen." Der Fußballspieler Goran Stjepanovic (23) war am 15. April um 13.35 Uhr in der Hammer-Purgstallergasse mit seinem Hund unterwegs. Stjepanovic: "Da ist mir eine Mutter mit drei Kindern entgegengekommen. Dahinter ging ein Mann. Plötzlich hat das kleine Mädchen mit den langen dunklen Haaren geschrien. Ich wusste gar nicht, was los ist. Erst als der Unbekannte die Straßenseite gewechselt hat, sah ich, dass er eine Schere und ein Büschel Haare in der Hand hielt."
Der Zeuge merkte sich das Gesicht und fertigte vom Verdächtigen eine Skizze an. Anhand dieser Unterlage und den Angaben des Zeugen konnte Mathias Riedl (LKA) ein Phantombild anfertigen. Rampitsch und seine Kollegen Franz Reithofer, Oskar Strauß und Sven Sommer sind zuversichtlich, den Täter ausforschen zu können. Der Unbekannte treibt im Großraum von Graz und in der Südoststeiermark schon seit Jahren sein Unwesen. "Wir sind bisher mit 34 Fällen konfrontiert", so Rampitsch. "Aber möglicherweise ist die Dunkelziffer noch viel höher. Auch die Frau mit den drei Kindern hat keine Anzeige erstattet."
Hinweise an das LKA, Tel. 0 59 133 60 333 oder die Polizei Feldbach, Tel. 0 59 133 6120.
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Bild vergrößernAuch die kleine Maresa (im BIld mit ihrer Mutter) wurde Opfer des HaarabschneidersFoto © Hans Breitegger


















