Zu Hause ist doch nicht daheim
Der Heimvorteil existiert in der Bundesliga so gut wie nicht mehr. In den vergangenen drei Runden gab es nur zwei Siege der Gastgeber.
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Die Klubs der heimischen Bundesliga sehen sich zusehends in die Enge getrieben, ganz vorne an der Spitze. Das reduziert offenbar auch den Spielraum in vertrauter Umgebung, denn der Heimvorteil wurde in der jüngsten Vergangenheit praktisch abgeschafft, vielmehr bringt die reine Statistik einen Nachteil zum Ausdruck. In den 15 Partien der vergangenen drei Runden gab es lediglich zwei Heimsiege, dafür blieben aber die Teams aus der Fremde bei vier Unentschieden gleich neunmal erfolgreich - Torverhältnis 14:31. 60:49 steht es über die gesamte Saison gesehen nach Siegen für die Heim-Mannschaften. Dies entspricht ganz und gar nicht dem entsprechenden Kräfteverhältnis in den europäischen Topligen. In Englands Premier League zum Beispiel haben die Gastgeber rund doppelt so oft gewonnen wie die Besucher (157:78).
Aber es bleibt spannend, zumal sechs Klubs nur durch sieben Punkte voneinander getrennt sind. Die besten Aussichten auf den Titel dürfte nun Sturm haben, denn die Grazer können es nach dem Sprung an die Tabellenspitze aus eigener Kraft schaffen und mit dem Heimspiel gegen Mattersburg vor Augen die Führung am Wochenende ausbauen.
Allerdings lassen sich klare Tendenzen kaum ablesen, wenngleich auffällt, dass Rapid und Innsbruck in den vergangenen Wochen am stärksten gepunktet haben. Besonders auf die Hütteldorfer ist zu achten, und die Grünweißen können am Sonntag den nach wie vor sehr wankelmütigen Noch-Meister aus Salzburg im direkten Aufeinandertreffen in die Schranken weisen.
Geklärt sein dürfte die Abstiegsfrage. Dem tapfer kämpfenden LASK wird es wohl kaum mehr gelingen, die nunmehr vier Spiele in Folge ungeschlagenen Mattersburger noch abzufangen.














