Design als Denkprozess soll sich im Mai wieder ausbreiten
Am 6. Mai findet der Startschuss für den diesjährigen "design monat graz" statt. Die Veranstaltung dient auch als Plattform für Newcomer und kleinere Festivals.

Foto © Kanizaj design monat graz startet am 6. Mai
Mit vier Kurzreferaten der internationalen Kreativ-Experten Jarmo Eskelinen (Helsinki), Bernd Fesel (Dortmund), Arhan Kayer (Istanbul) und Jochen Sandig (Berlin) fällt im Kulturzentrum bei den Minoriten am 6. Mai der Startschuss für den diesjährigen "design monat graz". "Rund sechzig Veranstaltungsprojekte sind es - über manche herrscht noch eisernes Schweigen", will Koordinator und Geschäftsführer Eberhard Schrempf Gusto machen.
Schrempf meint, dass Graz heuer "sehr intensiv wahrgenommen" wird, schon deshalb, weil die Stadt seit kurzem auch "City of Design" ist. Der "design monat graz" findet das dritte Jahr in Folge statt und wird mit 280.000 Euro aus den Wirtschaftsressorts des Landes Steiermark und der Stadt Graz gefördert. Die Kreativen seien voll dabei, so Schrempf: So nützen beispielsweise kleinere Festivals wie "assemby", "spring" und "Lendwirbel" den "design monat graz" als Podium für ihre Aktivitäten.
Gruppe "assembly"
Die Gruppe "assembly" holt noch nicht etablierte Designer aus dem In- und Ausland u.a. zu Fashionshows, Ausstellungen und einem Award nach Graz. Die Eröffnungsmodeschau hierfür findet in der "Neuen Werkshalle" der Graz-Köflacher Bahn (GKB) statt. Das Spring Festival für "Electronic Art & Music" geht schon zum elften Mal ins Szene und läuft mittlerweile traditionell am letzten Wochenende des "design monat graz".
"Design muss jedoch als Denkprozess gesehen werden, der die ganze Stadt angeht", erklärt Eberhard Schrempf im APA-Gespräch. So werden zum Beispiel Bar-Camps, das sind Refugien der Wissensvermittlung in Politik, Wissenschaft, Design und Computer-Technologie, angeboten. Aber auch über die Grazer Gewässer soll ohne Vorbehalte nachgedacht werden. "Hier geht es jetzt nicht um Staustufen oder Kraftwerke, sondern um einen Denkprozess, der die Möglichkeiten auslotet, die man in Graz mit den Gewässern hat."
Kurios mutet eine Ausstellung in der Jakoministraße an. "Im Vorjahr ist die Käferbohne als Siegerprojekt in einem Wettbewerb um und über die steirische Identität hervorgegangen. In diesem Jahr wird nun gezeigt, was man alles mit der Käferbohne machen kann. Vom Schmuck bis zu einem Sofa ist die Bandbreite groß", so Eberhard Schrempf.
Neben der Werkstättenhalle der GKB gibt es mit der ehemaligen Futterfabrik Tagger in der Puchstraße, wo die Eröffnungsparty stattfindet, eine weitere Location besonderer Art. Auch der öffentliche Raum soll unkonventionell bespielt werden, wobei Thema und Form noch als Geheimnis gehütet werden.
















