Unter Kontrolle
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das bewahrheitet sich nicht zuletzt auch im Straßenverkehr. In Graz wurden im vorigen Jahr über 120.000 Verkehrssünder zur Anzeige gebracht.

Foto © FuchsRund 30 fixe Standplätze für die Radarüberwachung gibt es in Graz. Aber nicht alle sind immer mit Kameras bestückt. Dazu kommen fünf mobile Geräte
Je mehr kontrolliert wird, desto geringer ist die Durchschnittsgeschwindigkeit. Schwarz auf weiß abzulesen ist das wieder einmal in den Grazer Tempo-30-Zonen. Seit im August vorigen Jahres wieder mit der Tempoüberwachung durch zwei städtische Mitarbeiter in Diensten der Polizei begonnen wurde, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit gleich wieder um einige km/h gesunken.
Wie berichtet, sind die Unfälle mit Personenschäden in Graz im Jahre 2010 im Vergleich zu 2009 um 1,4 Prozent gestiegen. Obwohl steiermarkweit ein Rückgang um 5,9 Prozent verzeichnet wurde. Ob es in Graz auch an mangelnder Kontrolle liegt? Man tue ohnehin viel, meinen die Verantwortlichen, und verweisen auf die von der Grazer Polizei im Vorjahr durchgeführten Kontrollen und Anzeigen.
Über 1000 Alkolenker
Die Grazer Polizei hat im vergangenen Jahr mit ihren Tempomessungen weit über eine Million Fahrzeuge erfasst. "Die Kontrollen erfolgen an 30 fixen Standorten (Kabinen oder Podeste), wobei die Bestückung mit Kameras wechselt, und mit drei mobilen Geräten", erklärt Oberst Peter Fahrner, der Leiter der Verkehrsabteilung bei der Grazer Polizei. Über 107.000 Temposünder wurden 2010 angezeigt. Mit der städtischen Radarüberwachung wurden seit Mitte August 2010 rund 60.000 Fahrzeuge erfasst, knapp 3800 Lenker angezeigt.
Mehr als 31.000 Alko-Tests wurden durchgeführt. Dabei gab es über 1000 Anzeigen. Wegen Telefonierens am Steuer wurden 7800 Personen angezeigt und wegen Nichtanlegens der Gurte 3000. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr also über 120.000 Verkehrssünder in der Landeshauptstadt Graz zur Verantwortung gezogen.
















