Frische Songs und Sounds aus dem fernen Gingerland
Beim Auftakt überzeugten Angela Tröndle & Co: "The Little Band From Gingerland" zeigte, dass man Jazz nicht mehr so eng sehen darf. Andere Künstler bauten hingegen eher auf vertrautere Songstrukturen.

Foto © Jazzwerkstatt Graz
Hübsch unberechenbar ist das dem Songwriting zugeneigte Duo Angela Tröndle und Sophie Abraham. Kaum glaubt man, sie stilistisch irgendwie fassen zu können, sind die beiden eher leisen Damen in einer bizarren Songwelt, die mit luftigen Arrangements, Loops und skurrilen Texten zwischen Beschaulichkeit und musikalischem Irrwitz changiert.
Im Quintett "The Little Band From Gingerland" haben die Salzburger Pianistin und die niederländische Cellistin, beide auch als Sängerinnen zugange, zum Auftakt der Jazzwerkstatt Graz ordentlich davor gewarnt, dass man bei der 5. Ausgabe des rührigen Festivals im Orpheum Extra den Begriff Jazz nicht mehr so eng sehen darf. Im fernen Gingerland scheint es jedenfalls eher zwischen auratischen Songs und experimenteller Kammermusik herzugehen.
Auf vertrauteren Songstrukturen baute eine andere Sängerpianistin mit dem typischen Tiroler Namen Julie MaCole, die im Quartett starke Themen und bekannte Patrone anlachte. Dazwischen zeigte der junge ukrainische Saxofonist Anton Pyvovarov sein Talent als Jazzkomponist für größere Ensembles. Sein Oktett "Point of Departure" hat die vielen Inspirationsquellen stilsicher und gute Solisten schlüssig verpackt. Klare Absichten, schöne Sachen.
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5. Jazzwerkstatt Graz: noch bis 10. 4., Orpheum Extra. jazzwerkstattgraz.com














