Hilmteich: Streit um Mietvertrag
Nach dem Auszug der Tanzschule Kummer will GBG auch Vertrag mit Betreiber des Lokals lösen.

Foto © KanizajMitte Februar sagte Daniela Kummer mit ihrer Tanzschule dem Schweizerhaus Ade
Ein Hauch von Wehmut schwang bei so manchem mit, als die Tanzschule Kummer im Schweizerhaus am Hilmteich zum letzten Tanz bat - nach 60 Jahren. Die städtische Immobilientochter GBG möchte das Haus nach einer dringenden Generalsanierung einer neuen Nutzung zuführen. Dem steht aber noch eine Kleinigkeit im Weg: Rudolf Pabeschitz, der Betreiber der dortigen Gastwirtschaft, die unter dem Namen "Tanzwirtschaft" läuft, pocht auf einen gültigen Mietvertrag.
"Jetzt hat sich der Betrieb so richtig etabliert und findet viel Zuspruch. Ich würde hier gerne weitermachen", meint Pabeschitz gegenüber der Kleinen Zeitung. Er hat das Lokal vor etwa vier Jahren übernommen und ist auch Betreiber des Eislaufplatzes und der Bootsvermietung am Hilmteich. Außerdem ist er Inhaber des Fischereirechts. Der Hilmteich vertrage ohne Weiteres zwei Lokale, die Gastwirtschaft im Schlössl und jene im Schweizerhaus würden sich gut ergänzen, ist Pabeschitz überzeugt.
Rechtliche Prüfung
Der bestehende Vertrag wird jetzt von den Anwälten rechtlich geprüft. Deshalb wolle er zu dem Zeitpunkt auch nichts Konkretes sagen, meint der Wirt. Auch bei der GBG gibt man sich noch eher vorsichtig. Der Streit könnte aber durchaus ein gerichtliches Nachspiel nach sich ziehen.
Die Vereinigten Bühnen, die Interesse an den Räumlichkeiten am Hilmteich zeigten, haben inzwischen beim Wilden Mann zugeschlagen. "Es gibt aber zahlreiche Interessenten für die Nutzung des Schweizerhauses", heißt es im Büro von Liegenschaftsstadtrat Gerhard Rüsch. Näheres könne man dazu aber noch nicht sagen.

















