AMS-Chef von Freund in Haubenlokal eingeladen
Betrag lag aber weit unter der 100-Euro-Grenze. Warum Detektive den AMS-Steiermark-Chef Karl-Heinz Snobe beschattet haben, bleibt ein Rätsel.

Foto © BauerAMS-Steiermark-Chef Karl-Heinz Snobe befindet sich derzeit auf Urlaub
Schlimm genug für ihn, dass sein Nachtklubbesuch - auf eigene Kosten - mit einem Freund und Auftragnehmer des AMS an die Öffentlichkeit gelangte. So prüft die Bundesgeschäftsstelle alle Aufträge an die Firma des Freundes von AMS-Steiermark-Chef Karl-Heinz Snobe. Dieser weilt so lange auf Urlaub. Die Kleine Zeitung berichtete.
Abseits der Prüfung tauchten nun weitere Gerüchte auf. Ein hinterfragenswertes: Hat sich Snobe von Andreas Hammerschmid, dem Geschäftsführer von "Alea + Partner", ein anderes Mal einladen lassen? Hat er, bestätigt man im Arbeitsmarktservice. "Der Anteil von Herrn Snobe war aber gering. Klar unter der Obergrenze von 100 Euro", betont die Sprecherin des AMS-Vorstandsvorsitzenden Herbert Buchinger. Und, dass innerhalb des AMS die Spesen ohnehin laufend überprüft würden.
Hintergrund: Vor der delikaten Nachtklubvisite waren Snobe, Hammerschmid sowie der Leiter eines Schulungszentrums im Haubenlokal "Meierei im Stadtpark" der Familie Reitbauer (Steirereck) essen. Auf Einladung von Hammerschmid, wie dieser bestätigt. Snobe habe wegen Magenproblemen wenig gespeist. "Wir haben darüber noch gescherzt", schildert Hammerschmid. "Weit unter 100 Euro" hätte er für Snobe ausgegeben.
Warum Detektive die Steirer beschattet haben, bleibt ein Rätsel. Im AMS spekuliert man, zumal die Verträge der Geschäftsführer mit Jahresende auslaufen. Im Herbst beginnt das Ringen um die Top-Jobs. Snobe, obwohl sehr erfolgreich, hat derzeit schlechte Karten.

















