Ein Thriller mit Schönheitsfehler
Sturm und Rapid trennten sich im fußballerisch perfekten Schlagerspiel der 27. Runde mit 3:3. Das war nur möglich, weil Schiri-Assistent Winsauer die Partie nicht abbrechen ließ.

Foto © GEPAJubel bei Sturm
Es war ein echter Thriller, den Sturm und Rapid den 15.323 Besuchern und Werder-Legionär Sebastian Prödl im Stadion in Liebenau servierten. Ein Schlager, der ein fußballerischer Leckerbissen war. Aber ein Schlager ohne Sieger, denn nach dem packenden 3:3 wurden die Punkte geteilt.
Der moralische Sieger heißt dennoch Sturm Graz. Nach der frühen Führung durch Wolf (10.) war aber Rapid am Drücker. Nur 92 Sekunden später glich Prokopic aus, die Hütteldorfer gingen durch einen Salihi-Elfer und einen Hofmann-Freistoß in Führung. Doch die Grazer gaben nie auf, ließen ihren vollmundigen Worten im Vorfeld des Spiels auf dem Platz Taten folgen und zeigten Moral. Ein Doppelschlag durch Szabics (58.) und Kienast (60.) brachte doch noch das Unentschieden. Und hätten nicht Kienast (27.) und Salmutter (48.) hochkarätige Einschuss-Möglichkeiten ausgelassen und Haas im Finish den Ball besser mitgenommen - es wäre ein sportliches Märchen für die Grazer geworden.
Wurde es aber nicht. Aufgrund der vergebenen Chancen, einer schlechten Grazer Defensivleistung und auch Schiedsrichter Thomas Gangl. Der pfiff mitten in einem Sturm-Angriff ab, zuvor sorgten schon seine Elfer-Entscheidung für Rapid bzw. einige andere Entscheidungen für Diskussionen.
Hirnlose "Fans"
Trotzdem gebührt einem aus dem Schiedsrichter-Trio der Fairness-Preis: Assistent Matthias Winsauer. Er wurde nach zwei Minuten von einem Plastikbecher am Hinterkopf getroffen, gab nach kurzer Behandlung aber grünes Licht zum Weitermachen. Ein Abbruch wäre laut Statuten möglich gewesen. Da sagte sogar Sturm-Trainer Franco Foda nach dem Schlusspfiff mittels Handschlag Danke. Es war nicht der einzige Becher, der flog. Und nicht das einzige Mal, dass sich einige hirnlose "Fans" daneben benahmen. In- und außerhalb des Stadions. Der Gipfel: wieder einmal Ausschreitungen nach dem Spiel. Und damit hatte dieser sportliche Abend wieder einmal einen Schönheitsfehler. Schade.
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Kommentar
Ergebnis:
SK Puntigamer Sturm Graz - SK Rapid Wien Endstand 3:3 (1:2)
UPC-Arena, 15.323 Zuschauer (ausverkauft), SR Thomas Gangl
Torfolge:
1:0 (10.) Wolf
1:1 (12.) Prokopic
1:2 (34.) Salihi (Handelfer)
1:3 (55.) Hofmann (Freistoß)
2:3 (58.) Szabics
3:3 (60.) Kienast
Sturm: Cavlina - Standfest, Schildenfeld, T. Burgstaller, Perthel - Wolf (88. Ehrenreich), Mevoungou, Weber, Salmutter (59. Haas) - Kienast, Szabics (83. Klem)
Rapid: Payer - Kayhan, Sonnleitner, Soma, Katzer - Heikkinen, Prokopic (46. Kulovits) - Trimmel (92. Nuhiu), Hofmann, Drazan – Salihi
Gelbe Karten: Wolf, Schildenfeld, Standfest, Mevoungou, Perthel bzw. keine
Die Besten: Szabics, Standfest, Mevoungou bzw. Hofmann, Trimmel, Heikkinen
Patrick Wolf
SMS-Voting der 15.323 Stadionbesucher















