Mindestsicherung mit Lücken
Umfassende Informationen zur Mindestsicherung gibt es am Dienstag, 5. April, von 10 bis 13 Uhr im Gemeinderatssitzungssaal im Grazer Rathaus.

Foto © HoffmannMartina Schröck
Die Durchführungsverordnung der Steiermärkischen Landesregierung zur Mindestsicherung hielt für so manchen Betroffenen unliebsame Überraschungen parat. So meldete sich ein Grazer verzweifelt bei der Kleinen Zeitung, dass er statt der bisherigen 500 Euro Sozialhilfe plus 228 Euro Mietenanteil plötzlich nur mehr 177,50 Euro Mindestsicherung plus 244 Euro Pflegegeld bekommen würde. Solche Beispiele gab es gleich mehrere.
Die Begründung im oben geschilderten Fall: Der schwerkranke Grazer lebte mit einer anderen Person in einer Wohnung, obwohl er mit dieser Person nichts zu tun hatte. Laut Verordnung wurde das als Wirtschaftsgemeinschaft ausgelegt und die Mindestsicherung für den Betroffenen entsprechend gekürzt. Nach Interventionen der Grazer Sozialstadträtin Martina Schröck (SPÖ) wurde diese Sache aber behoben. "Die Berechnung für diesen und ähnlich gelagerte Fälle erfolgt jetzt neu", heißt es im Büro von Schröck.
Informationen zur Mindestsicherung gibt es also Montag ab 10 Uhr im Grazer Rathaus. Neben Martina Schröck sprechen unter der Moderation von Regina Egger der Chef des Grazer Sozialamtes, Gernot Wippel, sowie Erich Kalliwoda von der Stabsstelle für Rechtsangelegenheiten und Franz Ferstl, der Leiter des Referates für Mindestsicherung und Sozialhilfe. Ab 11.45 Uhr gibt es eine Diskussion und ab 12 Uhr geben Mitarbeiter des Grazer Sozialamtes Einzelauskünfte. Anmeldungen: Telefon 872/2031 oder 2032 sowie E-Mail: stadtraetin.schroeck@stadt.graz.at. HANS ANDREJ














