Jetzt hat Marach auch die Besten der Welt besiegt
Marach feiert in Miami eine Premiere, der Steirer besiegt erstmals in seiner Karriere die Bryan-Brüder. Mit Janko Tipsarevic schlug das Duo das weltbeste Doppel mit 7:5 6:4.

Foto © GEPAOli Marach
Wirft man einen Blick auf den bisherigen Saisonverlauf von Oliver Marach, so begibt man sich in eine Hochschaubahn der Tennis-Gefühle. Die Auftritte zum Jahresauftakt in Brisbane und Sydney fielen unter die Kategorie "pfui". Die "Huis" folgten dann in Melbourne (Viertelfinale), Santiago (Finale) und Buenos Aires (Sieg an der Seite des Argentiniers Leonardo Mayer).
Ebenfalls top war der Auftritt im Daviscup-Doppel, wo der Grazer mit einer souveränen Performance seinen Partner Jürgen Melzer bei der Hand nahm und zum Sieg führte. Mäßig fiel wiederum das kurze Gastspiel in Indian Wells aus. Doch dies ist spätestens seit Miami vergessen - denn Marach gelang dort im Achtelfinale an der Seite des Serben Janko Tipserevic der große Wurf. Im siebenten Aufeinandertreffen mit den Bryan-Zwillingen Bob und Bryan feierte der Grazer mit dem 7:5, 6:4 erstmals einen Sieg über das weltbeste Doppel.
Gescheit gespielt"Es ist unglaublich", freut sich der 30-Jährige, "ich habe die beiden immer gefürchtet. Fünf unserer Duelle haben sie in nur 50 Minuten gewonnen." Warum es gegen die Bryans ausgerechnet jetzt geklappt hat? "Sie hatten nicht ihren besten Tag. Aber wir haben sehr gescheit gespielt und unsere Chancen genützt", resümiert Marach, für den es nun im Viertelfinale gegen Rohan Bopanna und Aisam-ul-Haq Qureshi geht.
Das Zusammenspiel mit Tipsarevic funktioniert also offensichtlich perfekt. Trotzdem wird Marach künftig wieder mit seinem Standardpartner und Trauzeugen Lukasz Kubot auf Trophäenjagd gehen. Nach Miami sowie privaten Kurztrips nach Panama und Graz geht's für den Weltranglisten-13. nach Monza zum gemeinsamen Training mit Kubot, ehe die beiden in Monte Carlo wieder in den Turnieralltag einsteigen. Bis dahin sollte der Pole auch wissen, inwieweit er seine Einzel-Ambitionen weiter forcieren will.
Schauplatzwechsel: In der ersten Runde des Barletta-Challengers schaltete Andreas Haider-Maurer die Nummer eins des Turniers aus. Der Niederösterreicher besiegte den Italiener Fabio Fognini mit 6:3, 3:6 und 6:3. Nächster Gegner: Huta Galung (NED).













