Handy und Qualle tanzen
Das Ausdrucksfestival "Two Steps vor Ort" begeistert mit unterschiedlichsten Schritten.

Foto © Two Steps vor Ort
Rhythmus ist die Schnittstelle zwischen bimmelnder Zeit und weichem Fluss des Wassers. Zwei konträre Welten zogen beim Auftakt des zeitgenössischen Tanzfestivals der Bühnenwerkstatt und IG Tanz Steiermark zahlreiche Fans in den Bann. Geben bei "48 hours" Handys im Theater am Lend den Fluss an, entführt die attraktiv ausgebaute Tanzebene ganz "Sensitive" in eine sanft wogende Unterwasserwelt.
Den Jugendalltag von Handys, Computerspielen und Fast Food machen neun aus verschiedenen Städten und Nationen zusammengewürfelte Tänzerinnen zum bewegten Ausdrucksspiel. In lediglich "48 hours" ist unter dem Choreografen Robert Poole eine beachtliche Zeit-Performance entwickelt worden, die mit prima Duo-Einlagen wie harmonierender Gruppensynergie Eckdaten von Tagesabläufen körpersprachlich einfängt.
Empfängt bei "Sensitive" in der Tanzebene ein graziler Meeresritt von Riesenquallen via Video das Publikum, ziehen auf oberer Etage Claudia Fürnholzer, Valentina Moar und Bostjan Ivanjsic in den spiralförmigen Sog des Wassers. Zu von Darrel Toulon stimmig vorgetragenen Texten aus Theodor Schwenks "Sensitive Chaos" hat Gerhard Nierhaus eine Musiklandschaft kreiert, die den ausdrucksstarken Tanzfiguren atmosphärischen Klang verleiht. Graz bewegt sich mitreißend!
















