Rücker warb ungefragt für das Murkraftwerk
Grüne im Clinch mit Stromversorger Estag. /Schröck zur SP-Frauenvorsitzenden gewählt.
Auf die Energie Steiermark ist Vizebürgermeisterin Lisa Rücker aktuell nicht so gut zu sprechen. Das hat mehrere Gründe. Einer davon: Der Stromversorger hat in einer Einschaltung zum Murkraftwerk ("Fragen zur Mur") ohne Rücksprache eine Frage aus Rückers Weblog genommen und sie prompt von Projektleiter Christoph Rath beantworten lassen. Natürlich nicht zum Nachteil der Kraftwerkspläne, die Rücker in Wahrheit zu verhindern versucht. Ärger gibt es noch an einer anderen Front: Die Stadt darf ernsthaft auf Bundesmittel für ein Elektro-Mobilitätsprojekt hoffen. "Aber ausgerechnet der Partner Estag unterschreibt nicht", grollt die Grüne. Der Energieversorger entgegnet, man wolle das Thema im gesamten Bundesland strukturiert aufbauen. "Es müssen hier noch einige Abstimmungen vorgenommen werden, um am Ende eine landesweit einheitliche Lösung zu haben", so Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris.
In der "Seifenfabrik" findet ja heute, Samstag, der mit Spannung erwartete Parteitag der Grazer SPÖ statt. Gestern gab's schon einmal eine kleine Aufwärmrunde: Unter dem Motto "Gute Frauen hat die Stadt" tagten selbige - und wählten Martina Schröck zur "Bezirksfrauenvorsitzenden" der SPÖ.
Schröck gab sich kämpferisch: Es genüge nicht, "sich nur darüber zu beschweren, dass Frauen immer noch durchschnittlich ein Drittel weniger als Männer verdienen". Konkrete Maßnahmen sind nötig, so die Frauenstadträtin: "Wir SPÖ-Frauen Graz fordern eine aktive Gleichstellungspolitik, auch innerhalb des Magistrats." Es gehe etwa um eine Erhöhung des Frauenanteils in Toppositionen und um mehr Einkommenstransparenz.
Ach ja: Schröck hat Edmund Mülle r, der ja heute zum Parteichef gewählt werden soll, etwas vorgelegt. Denn auf sie entfielen gestern 90 Prozent der Stimmen.
T. ROSSACHER, M. SARIA















