Grazer im Kriminaldauerdienst
Am Montag den ZDF-Hauptabend-Krimi, im April einen neuen Kinofilm, Dreharbeiten in Schweden: Thomas Roth rotiert.

Foto © ZDF/Nicolas Maack
Rummel und roter Teppich: Beides mag Filmregisseur Thomas Roth aus Graz nicht sonderlich. Ein gutes Spiel des SK Sturm dagegen sehr. Bloß: Wer mit der Kult-Krimi-Reihe "Trautmann" im Fernsehen und "Falco - Verdammt, wir leben noch" im Kino läuft, der steht unweigerlich im Rampenlicht. Und im Visier, wenn der Trautmann in TV-Rente gehen muss und Falco unterschiedlich ankommt.
"Trautmann war wunderbar, kommt aber nicht wieder. Und Falco war ein großer Erfolg. Der Film wurde in viele europäische Länder verkauft. Am 19. April erscheint die DVD-Fassung in Amerika", sagt Roth.
Nach Falco (2008) hat Roth ausschließlich in Deutschland gearbeitet. Sein erster "Spreewaldkrimi" läuft am Montag im ZDF (20.15 Uhr). Vor der Kamera: Uwe Kockisch (auch bekannt als Commissario Brunetti), Henry Hübchen (Sonnenallee) oder Anja Kling (von (T)Raumschiff Surprise). Vier Wochen drehte man im Wald (Brandenburg). Größtes Problem: "Eine Gelsenplage", schildert Roth. Kein Vergleich zum Leechwald in Graz, wo Roth gerne läuft.
Konträr seine erste Kinoarbeit nach dem Falken: "Brand", der am 29. April Premiere feiert. Ein moderner Film Noir - wenige Schauplätze, aber viel Spannung, Leidenschaft und Eifersucht. Der zahlreich prämierte deutsche Theater- und Filmmime Josef Bierbichler spielt die Hauptrolle. Manuel Rubey, Roths Falco-Darsteller, ist ebenso dabei. Im Mai ruft Schweden: Für das ZDF wird eine Folge von "Der Kommissar und das Meer" gedreht. Auf Farö, einer Ostseeinsel, deren Natur und Licht einst schon Ingmar Bergmann begeistert haben.
Features
ZUR PERSON
Thomas Roth, Jahrgang 1965, ist in Graz geboren und aufgewachsen. Heute lebt er in Wien.
Der Autor und Regisseur hat u. a. "Tatort"- und "Trautmann"-Folgen gestaltet. Bekanntester Kinofilm: über Falco (2008).

















