"Politik läuft vor Debatte davon"
Preisträger üben Kritik an Vertagung der Übergabe.

Foto © Fuchs/Sujet
GRAZ. Die Gewinner des "Menschenrechtspreises des Landes Steiermark 2010" veranstalteten am Montag, am Tag der vorgesehenen Übergabe der Preise, eine Pressekonferenz. Aber ohne Politik, denn LH Franz Voves und sein Vize Hermann Schützenhöfer hatten den Preisträgern ja Anfang März mitgeteilt, dass man die Preisverleihung nicht mit der "kontroversiell geführten Debatte" um das Bettelverbot in Verbindung bringen wolle und daher auf den Spätherbst verschieben müsse . Doch genau dazu wollten die Preisträger Wilfried Stummer vom "Österreichischen Bauorden", Tina Weisshaupt von der "Erklärung von Graz" und Wolf Steinhuber von der "Steirischen Plattform Bleiberecht" Stellung nehmen, betonten sie gestern. "Die Politik muss sich, im Gegenteil, der Debatte stellen und darf nicht davonlaufen", so Tina Weisshaupt. Für Wolfgang Benedek, der aus Protest die Menschenrechtspreisjury verließ, ist die gestrige Pressekonferenz Zeichen, sich nicht "mundtot machen zu lassen". Denn natürlich habe die Politik aus dem Mund der Preisträger keine Kritik am Bettelverbot hören wollen.
















