Zahl der Arche-Tiere wird reduziert
Stadt und Land sind sich einig: Die Zahl der Tiere in der Arche Noah wird in den nächsten Wochen reduziert. Die Tiere werden auf andere Tierheime verteilt und verstärkt abgegeben.

Foto © FUCHSStadt und Land machen ernst, Arche Noah muss die Auflagen einhalten. Erster Schritt: weniger Tiere
Was Landesrat Johann Seitinger vor wenigen Tagen ankündigte, bestätigte nun auch der Grazer Stadtrat Karl-Heinz Herper, zuständig für die Tierheime der Landeshauptstadt: "Seit Jahren gibt es in der Arche Noah Überschreitungen des genehmigten Tierbestandes, und laut Tierschutzgesetz muss es in diesem Fall Sanktionen geben", bestätigt Herper einen Artikel der Kleinen Zeitung vom Montag. Damit soll nun Schluss sein. "Tierliebe darf nicht zulasten der betroffenen Tiere gehen", sagt Herper in Bezug auf die Missstände: überfüllte Käfige und Zwinger, hygienische Missstände, überfordertes Personal und unterversorgte Tiere.
In den nächsten Wochen sollen die überzähligen Tiere in der Arche Noah auf andere steirische Tierheime verteilt werden und auch verstärkt zu neuen, liebevollen Besitzern finden. Herper rennt damit bei Arche-Noah-Generalsekretär Stefan Moser offene Türen ein: "Wenn geholfen wird, ist uns alles recht."
Was es von der Stadt nicht geben wird, ist die Finanzspritze für den fälligen Umbau. "Denn", so Herper, "sobald der Tierbestand auf die zugelassenen 163 Hunde und 174 Katzen reduziert ist, gibt es auch ausreichend Räumlichkeiten für Quarantänestationen, die diesen Namen verdienen."
Reptilien-Auffangstation
Das für den Umbau reservierte Geld soll stattdessen für eine Reptilien-Auffangstation in die Hand genommen werden. "Diese braucht die Stadt schon seit Jahren dringend." Bisher könnten Reptilien aus schlechter Haltung nicht befreit werden, da es in der ganzen Steiermark keine derartige Station gibt. Alleine in Graz gibt es nach Schätzungen rund 1000 Reptilienhalter.
Auch auf einer anderen Front ist Entspannung in Sicht. Denn die Kritik an Tierheim-Leiterin Sonja Lang ist auch in den vergangenen Tagen nicht verstummt. Doch wie Arche-"General" Moser gestern bekannt gab, sucht die Tierheim-Leitung schon seit Längerem nach einer kompetenten Assistenz für Frau Lang, die nach deren Pensionierung ihre Tätigkeit übernehmen soll. "Es muss eine Persönlichkeit sein, die Fingerspitzengefühl hat und auch medizinisches Vorwissen."
Features
Runder Tisch
Auf Betreiben der steirischen Tierombudsfrau Barbara Fiala-Köck wird es Ende März ein Treffen aller Beteiligten geben. Herzlich eingeladen sind vor allem die Spaziergänger, zahlreich zu erscheinen und ihre Meinung zu äußern.
Zeit: 28. März 2011, 16 Uhr,
Ort: Gösser Bräu, Neutorgasse 48, 8010 Graz, EG "Steirerstube"
















