Buben verübten brutalen Raub am Hauptbahnhof
Sonntagnachmittag wurden zwei Schüler auf einem Bahnsteig am Grazer Hauptbahnhof von zwei Buben bedroht. Den Schülern gelang jedoch die Flucht.

Foto © Scheriau/Sujet
Sie sind erst 13 und 14 Jahre alt, aber dennoch bereits polizeibekannt: Die beiden Schüler, ein 13-jähriger Grazer und ein um ein Jahr älterer albanischer Staatsbürger, gehörten zu jenen Jugendlichen, die Ende Februar im Metahofpark eine hilflos am Boden sitzende Drogensüchtige attackiert hatten. "Der 13-Jährige hatte ihr die Drogen abgenommen, der 14-Jährige ihr die Handtasche zu rauben versucht", weiß Mario Hartmann vom Kriminalreferat der Grazer Polizei.
Kaum wegen dieser Straftaten angezeigt, schlugen die beiden Schüler am Sonntagnachmittag schon wieder zu. Und das im wahrsten Sinn des Wortes: Sie zwangen zwei Schüler, 13 und 15 Jahre jung, am Grazer Hauptbahnhof auf einen Bahnsteig hinauszugehen, bedrohten sie dort mit dem Ausschlagen der Zähne und forderten die Handys. Weil der 13-Jährige nicht gleich nachgab, wurde er zu Boden gestoßen und getreten. Erst auf sein Weinen wurden Passanten auf den Raub aufmerksam. Da gelang den Überfallenen die Flucht – sie rannten zum nahen Polizeiwachzimmer. Die beiden Täter waren daher rasch gefasst. Sie wurden neuerlich auf freiem Fuß angezeigt.
Geklärt werden konnte auch ein Überfall auf einen 20-jährigen arbeitslosen Grazer, der in der Vorwoche in seinem eigenen Pkw von zwei Mitfahrern mit einer Gaspistole bedroht und ausgeraubt worden war. "Sein eigener Freund hatte den Tipp gegeben und die Tat mitgeplant", berichtet Klaus Eibel von der Raubgruppe. Dafür wollte er einen Anteil an der Beute erhalten. Alle drei Mittäter, zwischen 16 und 20 Jahre alt, wurden festgenommen und in die Justizanstalt Jakomini gebracht. Die Waffe ist sichergestellt.
















