Pensionist warf Würstel-Esser aus der Straßenbahn
Das Opfer erlitt eine Kopfverletzung und musste ins Krankenhaus. Wegen schwerer Körperverletzung wurde der Pensionist am Dienstag zu vier Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt.

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Weil sein Gegenüber in der Straßenbahn ein Würstel aß, ist ein Grazer Pensionist rabiat geworden: Er stieß den Mann hinaus auf den Gehsteig und rannte davon. Das Opfer erlitt eine Kopfverletzung und musste ins Krankenhaus. Ein Zeuge verfolgte den älteren Mann, und so musste sich dieser am Faschingsdienstag im Gericht einfinden. Wegen schwerer Körperverletzung wurde er zu vier Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt.
Pappteller
Im Oktober vergangenen Jahres saßen sich die beiden Männer in einer Grazer Straßenbahn gegenüber. Der eine aß von einem Pappteller ganz friedlich sein Würstel mit Senf und eine Semmel, den andern ärgerte genau dieses Verhalten maßlos. "Er hat gegessen, und die Brösel sind runtergefallen", schilderte der Angeklagte. Er begann, seinen Unmut verbal zu äußern, was den Esser aber nicht weiter beeindruckte. Als dieser aussteigen wollte, packte ihn der Pensionist bei den Schultern und stieß ihn aus der Straßenbahn. Der völlig überraschte Mann knallte unsanft auf den Boden und blieb mit blutendem Kopf liegen.
"Mich stört das, wenn einer isst, ich bin schon einmal im Senf gesessen", so die Rechtfertigung des Angeklagten. Er konnte sich im Übrigen an nichts erinnern, außer, dass er damals stark alkoholisiert war. "Ich trinke normalerweise nichts, aber da hab ich einen Bekannten getroffen und mit ihm ein paar Mischungen und etliche Bier getrunken." Außerdem habe er "nicht damit gerechnet, dass die Stufen so hoch sind". Die Richterin verurteilte den Pensionisten zu vier Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe in der Höhe von 1.440 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

















