Drei junge Steirerinnen wegen Brandstiftung verurteilt
Eine 14-Jährige und zwei 15-Jährige mussten sich in Graz wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Einbruchsdiebstahls verantworten. Das Tatmotiv: Langeweile.

Foto © Jürgen Fuchs
Drei sehr junge Steirerinnen mussten sich am Montag im Grazer Straflandesgericht wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Einbruchsdiebstahls auf der Anklagebank einfinden. Eine war mit 14 Jahren gerade strafmündig, die beiden anderen mit 15 Jahren nicht wesentlich älter. Grund für ihre Taten konnten sie keinen angeben, ihnen sei einfach langweilig gewesen. Zwei wurden zu vier Monaten bedingter Haft, eine zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Die drei Mädchen sollen einen Papiercontainer angezündet haben, das Feuer griff in der Folge auf einen Würstelstand über. Außerdem setzten sie noch Zeitungsständer in Brand. Alle drei bekannten sich schuldig, doch ein Motiv konnten sie nicht nennen. Von "Gruppendynamik" war die Rede, aber in erster Linie von Langeweile. Dass daneben auch ein Wohnhaus stand, in dem zahlreiche Menschen wohnten, interessierte die Angeklagten wenig. "Es ist mir alles zu viel geworden, mit der Familie und so", versuchte die 14-Jährige zu erklären.
Mädchen zeigten keine Einsicht
Ganz nebenbei verübten die drei auch immer wieder Einbrüche und erbeuteten Alkohol sowie 14 Flaschen Hustensaft. "Sind Drogen für Sie ein Thema?", fragte Richter Raimund Frei. "Nicht mehr", antwortete die 15-jährige Beschuldigte. Motiv auch hier: Langeweile. "Da gibt's ja Spiele und Bergsteigen und solche Sachen, da muss man ja nicht einbrechen", meinte der Richter.
Wirkliche Einsicht zeigten die Mädchen nach Meinung des Gerichts nicht: "Eine cooler als die andere", stellte der Richter fest. Alle drei wurden für schuldig befunden. Bei zwei von ihnen lautete das Urteil vier Monate bedingte Haft. Eine muss 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

















