Schwere technische Mängel bei ungarischem Klein-Lkw
Das ungarische Fahrzeug wies gefährliche Mängel auf und war außerdem um mehr als 500 Kilo überladen. Die Ladung: Zucker und Diesel – beides Güter, die derzeit in Österreich wesentlich billiger sind als in Ungarn.

Foto © Polizei
Am Freitagabend wurde ein ungarischer Klein-Lkw im Zuge einer Schwerpunktkontrolle in Graz in der Triesterstraße kontrolliert. Dabei wurden insgesamt 13 technische Defekte festgestellt, wobei bei fünf der Mängel Gefahr im Verzuge war: Rechts vorne war der Bremsbelag bis aufs Eisen abgenutzt und hatte somit keine Bremswirkung mehr, beide vorderen Stoßdämpfer hatten keine Wirkung, und die Auspuffanlage war gebrochen und undicht.
Der Lkw war außerdem stark überladen. Das höchstzulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs betrug 3135 Kilo, das tatsächliche Gewicht 3670 kg. Somit waren 535 Kilo zu viel an Ladung im Wagen.
Keine Lenkerberechtigung
Die Ladung bestand aus 1.100 kg Zucker (zu je 1 kg Packungen) und ungefähr 160 Liter Dieseltreibstoff. Der Dieseltreibstoff war in 15 Kanistern ungesichert im Fahrzeug untergebracht.
Der Lenker konnte auch keine Lenkberechtigung vorweisen. Das Fahrzeug wurde abgestellt und die Kennzeichentafeln und der Zulassungsschein abgenommen. Eine vorläufige Sicherheit von Euro 2.100 Euro wurde festgesetzt. Das Fahrzeug wurde mit einer technischen Sperre versehen.
Dieser Transporter dürfte mit dem sogenannten Lebensmitteltourismus aus Ungarn im Zusammenhang stehen. In Ungarn sind derzeit gewisse Lebensmittel und auch der Treibstoff empfindlich teurer als in Österreich.















