Ein Portal, das 2500 Geheimnisse in sich trägt
Am Donnerstag wurde das neue Klosterportal der Franziskaner eröffnet. In 2500 Röhren kann jeder ein Geheimnis für die Ewigkeit hinterlassen.

Foto © Jürgen Fuchs
GRAZ. Offen und freundlich soll es sein und gleichzeitig eine würdige Distanz ausstrahlen, wie es sich für ein Klausurportal gehört. Für die Neugestaltung ihres Klosterzugangs haben sich die Grazer Franziskaner eine besondere Lösung einfallen lassen. Das 2,5 Tonnen schwere Tor besteht aus 2500 Metallrohren unterschiedlichen Durchmessers. Und jedes einzelne dieser Rohre soll ein Geheimnis oder eine Botschaft für die Ewigkeit in sich bewahren. "Wer mitmachen möchte, kann bei uns ein Rohr kaufen und an seine Außenseite seine Botschaft schreiben", sagt Franziskaner-Guardian Bruder Matthias. "Das Rohr passt dann genau in die etwas größeren Rohre des Portals." Anschließend wird es mit Glas versiegelt. Mit dieser Bausteinaktion soll sich das Portal wie eine moderne Klagemauer Stück für Stück füllen. Zur Auswahl stehen drei Rohre: ein großes um 1000 Euro, ein mittleres um 500 und ein kleines um 100 Euro. "Als Bettelorden kommen wir so zu Mitteln", sagt Bruder Matthias.
Die Ersten, die bei der Eröffnung des Portals ihre Botschaften hinterließen, waren Landtagspräsident Manfred Wegscheider, Landtagsabgeordneter Eduard Hamedl und die Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker.


















