Ring frei für 3000 Hunde aus 26 Nationen
"Wer ist der Schönste?" lautet die Frage bei der Internationalen Rassehundeausstellung in Graz.

Foto © Kocher
GRAZ. 3000 Hunde, das macht in Summe 12.000 Pfoten, die am Wochenende hübsch pedikürt durch die Grazer Stadthalle A tapsen werden. Aus 26 verschiedenen Ländern sind Besitzer mit ihren Vierbeinern angereist, um bei der "Internationalen Rassehundeausstellung" Siege und Titel einzuheimsen. In erster Linie sind es Züchter, die wissen wollen, wo sie stehen. Denen ein Titel viel an Reputation bringt. Oder einen möglichen Paarungspartner für ihren Hund.
Veranstalter Gerd Weisz (72) kennt das Geschäft. Und auch die Vorwürfe, dass solche Ausstellungen für Hunde kein Vergnügen seien. Jahrelang organisierte er für den Österreichischen Kynologenverband Ausstellungen. Mit seinen beiden Spanielrüden fuhr er sein Leben lang selbst auf Ausstellungen. "Unser Großer lag am Abend vor der Abreise jaulend bei der Ausstellungstasche, damit er ja mitfahren darf", erzählt er. Kein Züchter würde diesen teuren Aufwand betreiben mit einem Hund, dem das keinen Spaß macht oder dem der Rummel, die Anreise schaden würde. "Der Hund muss im Ring Begeisterung zeigen, das kann man nicht erzwingen", sagt Weisz.
Dem widerspricht der Leiter der Tierpsychologie an der Universität Wien. "Die stundenlange Anreise, oft per Flugzeug, die Enge in der Halle, der Lärm - das macht Hunden keinen Spaß", weiß Hermann Bubna-Littitz.
Wer sich selbst ein Bild machen will: An beiden Tagen werden ab zehn Uhr 270 Rassen begutachtet, am Sonntag der Gesamtsieger gekürt (17 Uhr).















