AVL DiTest setzt nach Flaute am deutschen Markt auf neue Messmethode
Der steirische Kfz-Diagnosespezialist AVL DiTest hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem etwas geringeren Jahresumsatz - 37 nach 38,1 Millionen Euro - abgeschlossen.
Zwar konnte auf den internationalen Märkten in Fernost sowie in Teilen Europas und in Österreich mehr Umsatz erzielt werden, am Hauptmarkt Deutschland gab es aber einen Rückgang von rund 10 Prozent. Für heuer erwartet AVL DITest Zuwächse. Das Entwicklungsteam soll aufgestockt werden.
Die asiatischen Märkte Japan, China und Indien sorgten bei dem Kfz-Diagnosespezialisten im vergangenen Jahr für gute Erfolge. Für 2011 sieht Gerald Lackner, vorsitzende Geschäftsführer von AVL DITest, in Deutschland das größte Wachstumspotenzial: Bedingt durch eine Gesetzesänderung und die Investitionspolitik in der Branche habe es nach einem Boom in den vergangenen Jahren 2010 ein Wellental gegeben. Jetzt erwarte man die Einführung einer neuen Messmethode (Trübungsmessung) für die Abgase von Dieselpartikelfilter-Fahrzeugen, was ein Anziehen des Marktes bewirken sollte. Trotz des Umsatzrückgangs konnte der Marktanteil in Deutschland von 23 auf 26 gesteigert werden, so Lackner.
AVL DiTest beabsichtigt 2011 den F&E-Bereich auszubauen und die Entwicklungsteams in Graz und Fürth aufzustocken. Außerdem seien zusätzliche universitäre Kooperationen in Deutschland und Österreich geplant.
Die AVL DiTest gehört zur Gruppe des Grazer Motorenentwicklers AVL-Gruppe und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter, davon etwa 80 in Österreich. Zu den Kunden zählen Fahrzeughersteller wie VW, BMW, Daimler oder KTM sowie große Prüfanstalten. Den höchsten Umsatz bisher erreichte das Unternehmen 2008 mit 43 (nach 38 Mio.) Euro.

















