Profi-Einbrecher kamen durch die Gipskartonwand
Spektakulärer Einbruch in Grazer Nobelboutique. Herrenkleidung im Wert von 100.000 Euro verschwand aus Verkaufsraum und Lager - keine Spur von den Tätern.

Foto © Jürgen Fuchs
"Das schaut ganz nach einer Auftragstat aus", sind die Ermittler des Kriminalreferats (Fachbereich 2) der Grazer Polizei überzeugt. "Es wurde ganz gezielt Ware ausgesucht und von den Regalen genommen." Es war Ware von teurer Qualität und in größerem Ausmaß, denn der beim Einbruch in die Grazer Nobelboutique entstandene Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.
Einbruchsgeräusche
Irgendwann zwischen Dienstagabend, 20.30 Uhr, und Mittwoch früh, 8 Uhr, - da wurde der Einbruch bemerkt - waren unbekannte Täter auf spektakuläre Weise in die Herrenboutique "Johan" in der Hofgasse eingedrungen: Sie hatten im Innenhof des Eckhauses zur Sporgasse in zwei Meter Höhe ein Fenster aufgezwängt, waren so in einen schmalen Gang gelangt und von dort nach dem Durchbrechen einer Gipskartonwand in das Innere des Geschäfts. Dort dürften sie sich unbemerkt längere Zeit bedient haben - von den Anrainern hatte keiner die Einbruchsgeräusche gehört.
Zahlreiche teure Anzüge, Jeans, Hemden, Sweater, Jacken und auch Luxusgürtel landeten in den mitgebrachten Taschen der Profi-Einbrecher. "Normalerweise werden schwarze Müllsäcke verwendet, diese Täter brachten aber spezielle Plastiktaschen mit Reißverschlüssen mit", so einer der Ermittler. 20 von ihnen blieben übrigens am Tatort zurück, möglicherweise waren die Einbrecher gestört worden. Die Beute transportierten sie dann über einen Ausgang im Geschäftslager und weiter durch das Stiegenhaus aus dem Geschäft. Es ist übrigens bereits der dritte derartige Boutiquen-Einbruch in Graz. Im Vorjahr war zweimal das "Boss"-Geschäft von Einbrechern heimgesucht worden. Auch damals war enormer Schaden entstanden. Die gestohlenen Waren dürften in allen drei Fällen in Osteuropa gelandet sein.
















