Sturm verliert zwei Punkte - und Platz zwei
Mit dem 1:1-Remis in Mattersburg ist der SK Sturm in der Tabelle auf Platz drei zurückgerutscht. Kienast-Ersatzmann Muratovic ließ die Grazer nur kurz über eine Führung jubeln.

Foto © APAZur Stelle, wenn man ihn braucht: Kienast-Ersatz Samir Muratovic
Wieder hat es für den SK Sturm in Mattersburg nur zu einem Punkt gereicht. Das dritte Mal in Folge. Und diesmal schmerzen die zwei verlorenen Punkte wohl besonders. Anstatt Spitzenreiter Ried an den Fersen zu bleiben, fielen die Grazer in der Tabelle auf Platz drei zurück, hinter die Wiener Austria. Die Violetten feierten einen 4:0-Sieg gegen Wr. Neustadt.
Sturm präsentierte sich im Burgenland nicht wie ein Titelanwärter. Vor allem in der ersten Halbzeit passierten den Grazern zu viele unerzwungene Fehlpässe und unnötige Ballverluste. Sie waren nicht in der Lage, ihr spielerisches Übergewicht in Zählbares umzumünzen. Sturm stand der Mattersburger Defensivtaktik ideenlos gegenüber. Es fehlten zusammenhängende Aktionen und der Zug zum Tor. Lediglich Hölzl versuchte es drei Mal aus der Distanz (19., 34., 38.). Das war's mit den Grazer Offensivbemühungen vor der Pause.
Nach dem Wechsel starteten die Grazer beherzt, kamen durch Hölzl (49.) und Weinberger (51.) zu zwei guten Chancen, ehe Minuten später so gut wie gar nichts mehr ging. Plötzlich gaben die Burgenländer trotz ihrer nicht besonders hohen Qualität den Ton an, wurden mutiger und setzten die Gäste aus der Steiermark unter Druck.
Den Befreiungsschlag für die Grazer lieferte Muratovic mit dem Führungstreffer in der 70. Minute. Sturm sah wie der sichere Sieger aus und wurde böse überrascht. Waltner stellte in der 86. Minute auf 1:1. Dem Ausgleich ging allerdings ein Foul von Höller an Perthel voraus. Direkt nach Schlusspfiff verlangte Trainer Foda die TV-Bilder und meinte zu der vorgespielten Szene: "Seids mir nicht böse, wenn das kein Foul ist...", sagte der Deutsche in zartem steirischen Dialekt. Trotz der Fehlentscheidung des Schiedsrichters hätte es Sturm in der Hand gehabt, das Spiel zu gewinnen. Auch mit der Berücksichtigung, dass mit Kienast, Szabics und Standfest drei Stammspieler fehlten. In der nächsten Runde kommt Spitzenreiter Ried nach Graz. Und da bedarf es einer spielerischen Steigerung, will man weiterhin im Titelrennen bleiben.
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Fakten
SV Mattersburg - SK Sturm Graz 1:1 (0:0)
Pappelstadion, 3.050, Gangl
Torfolge:
0:1 (70.) Muratovic
1:1 (86.) Waltner
Mattersburg: Borenitsch - Höller, Malic, Chrappan, Pöllhuber -Parlov - Spuller, Seidl (62. Bürger), Mörz, Farkas - Waltner (89.Röcher)
Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Feldhofer, Perthel - P.Wolf (86. Salmutter), Kienzl, Weber, Hölzl - Muratovic - Weinberger(72. Haas)
Gelbe Karten: Pöllhuber, Mörz bzw. Weber, Kienzl
Die Besten: Höller bzw. Muratovic, Wolf














