Beim Weltherzauberer Alfred Kolleritsch
Der Capo ist junge 80: Alfred Kolleritsch wurde im Grazer Literaturhaus großfamiliär gefeiert.
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Die "Kolleritsch-Großfamilie" war da: "Brüder" wie Günter Waldorf, "Nichten und Neffen" wie Barbara Frischmuth, Klaus Hoffer, Markus Jaroschka, Wilhelm Hengstler. "Kinder" wie Birgit Pölzl oder Franz Weinzettl, der stolz ein Babyfoto seiner Tochter herumzeigte. Und viele "Kindeskinder" wie Clemens J. Setz als jüngste Beweise, wie sehr auf die Nase des Capos im Literaturwind Verlass ist.
Zum Fest, bei dem sich u. a. auch Landesrat Christian Buchmann, Ex-Stadtrat Helmut Strobl, Joanneum-Intendant Peter Pakesch oder Architekt Ernst Giselbrecht verbeugten, gab es für Alfred Kolleritsch (was sonst?) ein Buch. Andrea Stift und Andreas Unterweger präsentierten ihr Werk "Das schönste Fremde ist bei dir". Die Mitarbeiter im "manuskripte"-Büro hatten die Hommage eineinhalb Jahre lang quasi hinter dem Rücken ihres Chefs mit Beiträgen von Handke bis Jelinek produziert. Rainer Götz, Lektor des Droschl-Verlags, gestand in seiner Laudatio, dass er mit dem Jubilar bis heute "nur über Sex und Literatur spricht, da wie dort geht es ja um Erkenntnis und Wahrheit". In Lesungen ihrer Buchbeiträge lobten Sissi Tax den Erzähler Kolleritsch als "Weltherzauberer und Weltverzauberer", Gerhild Steinbuch "dessen Schirmherrschaft ohne Herrschaft".
Monique Schwitter, extra von Hamburg angereist, verriet nach ihrer Lesung, dass sie der Bühne Adieu gesagt hat und nur noch schreibt. Sooft ihr zweijähriger Lou ("Ja, wie Reed!") es halt zulässt. Demnächst gibt es einen Erzählband bei Droschl. Oder überdemnächst. TSC


















