Phantastik in Hochspannung
Einige Musik des 17. Jahrhunderts gehört nicht vollständig dem Barock an.
GRAZ. Der "Stylus Phantasticus" - so auch der Konzerttitel der Meerscheinmatinee mit dem Ensemble Triphonis - steht ebenso dem "Manierismus" nahe, was vor allem in der bildenden Kunst die vorausgegangene Epoche meint.
Höchste Dichte an Symbolen und bizarre Gespanntheit prägen den "phantastischen" Stil, der sich in den Werken Philipp Heinrich Erlebachs, Johann Michael Nicolais und Dietrich Buxtehudes ausdrückt. Und auch die frühe Toccata in e des zu Buxtehude gepilgerten Johann Sebastian Bach zehrt stark von diesem überraschungsreich ausufernden Stil, wie Magdalena Hasibeder lebhaft am Cembalo zeigte. Elisabeth Wiesbauer auf der Violine und - eingeschränkter - Eva Neunhäuserer mit ihrer Gambe erreichten in zwei Triosonaten Buxtehudes mit sinnlicher Tongebung zum Zerreißen gespannte Höhepunkte.
















