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Zuletzt aktualisiert: 01.02.2011 um 20:47 UhrKommentare

Am Mittwoch entscheidet sich der Winter

Lichtmess ist Lostag, und da sieht es nach einem langen Winter aus. Doch die nähere Zukunft bis Mitte Februar bietet ein stabiles Hoch, keine Niederschläge und sonniges Wetter.

"Ist's zu Lichtmess hell und rein, wird's ein langer Winter sein"

Foto © APA/Sujet"Ist's zu Lichtmess hell und rein, wird's ein langer Winter sein"

Meteorologisch gesehen sollte das Gröbste ja schon überstanden sein. Zwei Monate Winter liegen hinter uns, der Februar als kürzester Monat des Jahres dauert ja auch nur vier Wochen.

Doch weiß das alles auch das Wetter? Heute zu Lichtmess sollte es sich entscheiden, wenn man nach alten Bauernregeln geht (siehe unten): Wird es einen langen Winter geben oder können wir bald die ersten Frühlingsboten begrüßen? Die schlechte Nachricht: Demnach sieht es nach einem langen Winter aus.

Immer wärmer

Für die nächsten Tage schaut es aber anders aus: Denn es wird zum Wochenende hin immer wärmer. Derzeit ist es ja in weiten Teilen Österreichs sonnig.

Am wenigsten spürt man davon noch in den Niederungen wie etwa dem Grazer Becken, denn hier hält sich zäh der Hochnebel. Aber in 1000 Meter Seehöhe sieht die Sache ganz anders aus: Kontinuierlich steigend werden am Sonntag 13 bis 14 Grad erwartet, wie Meteorologe Friedrich Wölfelmaier von der Zentralanstalt in Graz erklärt. Selbst in 2000 Meter ist es mit 7 Grad plus äußerst frühlingshaft.

Die Bauernregeln überprüft

"Ist's zu Lichtmess hell und rein, wird's ein langer Winter sein" - so heißt eine der Bauernregeln zum Lostag 2. Februar. Eine andere Bauernregel lautet: "Wenn's zu Lichtmess stürmt und schneit, ist das Frühjahr nimmer weit".

Friedrich Wölfelmaier von der Zentralanstalt in Graz hat überprüft, wie es in den letzten Jahren mit der Gültigkeit der Regel ausgesehen hat.

2010: Zwischen 1. und 3. Februar gab es eine Nordwest-Strömung, Schneefall im Norden ("stürmt und schneit"), hingegen Föhn, Sonne und Tauwetter im Süden. Wie ging es mit dem Winter weiter? Der Februar war zu kalt, im Süden gab es bis zu 38 Zentimeter Schnee, im Norden sehr tiefe Temperaturen. Der Frühling zog ernsthaft erst ab Mitte März ins Land ein.

2009: Zwischen 1. und 3. Februar ein Tief im Mittelmeer, was zu Schneefall im Süden und Föhn im Norden führte. Im Februar dann im Norden extrem viel Schnee, im Süden auch Schnee. Der März war wechselhaft, aber nicht richtig warm.

2008: Das Wetter in der Steiermark war zwischen 1. und 3. Februar zweigeteilt. Föhnig im Norden, eine Kaltfront brachte dann Schnee. Im Süden regnete es. Wie war dann der Februar? Anfang mild, dann kalt. Frühlingshaft war das Wetter bereits ab 18. Februar, auch im März gab es nur gelegentlich Kälteeinbrüche.

2007: Zum Lostag sehr mild, im Süden sonnig, im Norden wechselhaft mit Schneeregen. Wie ging es weiter? Der Februar war viel zu mild und sonnig, der März war frühlingshaft mit einem Kälteeinbruch am 19.

2006: Zu Lichtmess Hochdruckeinfluss (wie heuer), der Februar war winterlich mit extrem viel Schnee im Norden. Auch der März war winterlich; erst gegen Monatsende kam der Frühling.

Aber auch für die Tallagen keimt Hoffnung auf. War es bisher praktisch windstill, setzt nun langsam Nordwind ein. Der sollte dafür sorgen, die Kaltluftseen und den darüberliegenden Hochnebel zu vertreiben. Auch die Sonne, die von Tag zu Tag mehr Kraft gewinnt, sollte dazu beitragen, den Hochnebel aufzulösen. "Heute Nachmittag könnte es auch im Süden zumindest teilweise sonnig sein", verspricht der Meteorologe.

Am Donnerstag erreicht uns eine Kaltfront, aber die bereitet Wölfelmaier keine Sorgen. Es kann zwar zu ein bisserl Schnee oder Schneeregen kommen, aber der Spuk sollte schon am Freitag wieder vorbei sein.

Großes Hochdrucksystem

Das große Hochdrucksystem, das derzeit unser Wetter bestimmt, bleibt auch weiterhin sehr stabil. Wölfelmaier erwartet auch keine wesentliche Änderung bis Mitte der nächsten Woche. Mit dem Hoch kommt milde Atlantikluft mit. Insgesamt sieht es daher für den halben Februar schon sehr nach Frühling aus: "Wir sind die ersten zwei Wochen sicher deutlich über dem langjährigen Schnitt."

Aber damit ist natürlich nicht gesagt, dass der Winter nicht nochmals wiederkommt; die Beispiele aus den letzten Jahren zeigen, dass es auch im März noch ganz schön kalte und unwirtliche Tage geben kann.

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