Fehervar knipste Graz das Licht aus
Ausgerechnet gegen den Letzten aus Ungarn gab es eine Overtime-Niederlage. Graz 99ers-Höhenflug wurde recht unsanft gestoppt. Die Geistesblitze fehlten einfach.

Foto © GEPA
Leider hat man das in dieser Saison bei den 99ers schon öfter gesehen. Nach drei, vier starken Partien folgt dann wieder ein kompletter Aussetzer. Den erlebten 1700 Fans diesmal gegen Szekesfehervar. Die Ungarn sind Tabellenletzter und standen quasi schon mit dem Rücken zur Wand, was ihre Play-off-Chancen betrifft. Sie brauchten dringendst einen Sieg in Graz und so traten sie auch auf.
Von schönem Eishockey keine Spur, dafür kämpften Palkovics und Co. verbissen um jeden Zentimeter Eisfläche und nutzten zudem ihre wenigen Möglichkeiten effektiv. Den 99ers fiel gegen eine defensiv, schnörkel- und kompromisslos auftretende Gästetruppe nicht viel ein. Die Geistesblitze fehlten und so konnte eine optische Überlegenheit lange nicht in Tore umgemünzt werden.
Gegentor in Überzahl
Nach einem ersten Drittel ohne nennenswerte Höhepunkte tat es besonders weh, als die Ungarn ausgerechnet in einem 99ers-Powerplay in Führung gingen. Kovacs (23.) hatte ein Blackout der Grazer Abwehr ausgenutzt und Goalie Weinhandl (Martin Iberer saß erneut nur auf der Bank) bezwungen. Bei einer weiteren Riesen-Konterchance von Benk rettete Weinhandl dafür. Dazu kam noch Glück, als Orban in der 44. Minute nur die Stange traf.
Erst Matthias Iberer gelang nach schönem Zuspiel von Peintner das erlösende 1:1 (49.), doch die Freude währte nicht lange. Denn Vas nutzte eine Überzahl zur erneuten Führung (56.). Paré schoss die 99ers zwar 33 Sekunden vor Schluss noch in die Verlängerung, in der besiegelte aber ein weiterer Abwehrschnitzer von Tremblay und Klimbacher die Niederlage. Vas knipste das Licht aus. PS: Das Grazer Powerplay war wieder beweinenswert.
Features
Fotoserie
Ergebnis:
Moser Medical Graz 99ers - SAPA Fehervar AV19 2:3 n.V.
(0:0,0:1,2:1;0:1).
Eishalle Liebenau, 1.700, SR Kellner
Tore:
Matthias Iberer (49.) bzw. Kovacs (22./SH), Vas (56./PP, 65.).
Strafminuten: 6 plus 10 Disziplinarstrafe für Patrick Harand bzw. 12














