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Zuletzt aktualisiert: 27.01.2011 um 18:18 UhrKommentare

Eisige Aussichten für die Steiermark

Zwei Damenbesuche und deren Auswirkungen: Barbara und Christl sorgen in den kommenden Tagen für schönes Wetter, aber sehr kühle Temperaturen.

Foto © APA/Sujet

Früher galt folgende Regel: Die Tiefdruckgebiete wurden mit weiblichen Namen belegt, die Hochdruckgebiete hießen Karl oder Johann. In den Zeitungswetterkarten sollte man die Gebiete durch die Namenszuordnungen leichter verfolgen können. Die Idee dazu kam von der deutschen Meteorologin Karla Wege, seit 1954 ist das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin für die Namensgebung zuständig.

Heute, nach zahlreichen Protesten der Frauen, gibt es diese Festlegung nicht mehr und es kann schon mal vorkommen, dass ein Lukas für starken Schneefall sorgt. Die Namen werden von den Berliner Meteorologen aber nicht willkürlich ausgewählt. Seit 2002 greift man dabei auf ein Patenschaften-System zurück. Vorausgesetzt man verwendet einen standesamtlich anerkannten Vornamen, kann man sich zum Preis von 199 Euro ein Tiefdruckgebiet kaufen. Für 299 Euro bekommt man ein Hochdruckgebiet, das sich durch eine deutlich längere Lebensdauer auszeichnet.

Bitterkalte Nächte

Für das Wetter der kommenden Tage zeichnen in der Steiermark nun zwei Damen verantwortlich: Barbara und Christl kreisen als Hochdruckgebiete über der Grünen Mark und bringen einerseits viel Sonnenschein, andererseits aber auch frostige Temperaturen. "Heute ist es zunächst im Süden und Osten der Steiermark bewölkt, am Nachmittag setzt sich aber in allen Teilen des Bundeslandes die Sonne durch", erklärt Hannes Rieder, Meteorologe bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Viel Sonnenschein erwartet sein Kollege Werner Troger von "meteo experts" auch für das Wochenende: "Es wird sehr schön sein, aber auch so richtig kalt. In den Nächten erwarten wir zweistellige Minusgrade, vor allem im Aichfeld sollte man sich warm anziehen." In den Morgenstunden kann es mancherorts noch nebelig sein, Kandidaten dafür sind in erster Linie das Grazer Becken und das Mürztal.

Bis zum Dienstag sollte sich die Wetterlage kaum verändern, ab dann wird es mit den Temperaturen wieder langsam bergauf gehen. Die Frostgrenze steigt dabei auf etwa 2000 Meter.

Schneefall erwarten die Meteorologen keinen, dafür sind dann vermutlich wieder Johannes oder Klaus, die nächsten zwei Tiefdruckgebiete, zuständig.

MARKUS ZOTTLER

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