Student soll junge Amerikanerin missbraucht haben
Prozess in Graz: Als die junge Frau am nächsten Tag wegen eines Ausschlages ein Krankenhaus aufsuchte, stellten die Ärzte Verletzungen wie nach einer Vergewaltigung oder nach einem Missbrauch fest.

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Der Angeklagte war "selber überrascht, was er getan haben soll", sagt eine Polizeibeamtin. Er war aufgelöst, fassungslos, schockiert. Er gibt alles zu bis auf das eigentlich Strafbare: den sexuellen Missbrauch einer Wehrlosen.
Im März des Vorjahres soff sich der bosnische Student (20) mit Freunden durch Grazer Lokale. Dabei traf er eine amerikanische Studentin, die ihm dabei half. Die Nachwirkungen spürt er heute noch - auf der Anklagebank.
Ein paar Getränke, ein paar Tänze und viel Geknutsche später nämlich hob er sie ins Taxi, um sie nach Hause führen. "Sie war bewusstlos", sagt der Taxler. Angekommen trug er sie "wie einen Rucksack" weg.
Alkoholisiert
Als die junge Frau am nächsten Tag wegen eines Ausschlages ein Krankenhaus aufsuchte, stellten die Ärzte Verletzungen wie nach einer Vergewaltigung oder nach einem Missbrauch fest.
"Ich war selber alkoholisiert", sagt der Angeklagte zu Richterin Julia Riffel und bemüht sich höflich, die gesamte Einvernahme über Deutsch zu sprechen. Er sei selbst schockiert gewesen, als er auf Überwachungsvideos des Lokals sah, wie hart er die Frau im Rausch angefasst hat.
Er wollte Sex, ja, sie wollte plötzlich nicht mehr. "Das habe ich sofort respektiert und mich zurückgezogen."
Nicht alle massiven Hämatome lassen sich durch das erklären, was auf den Videos zu sehen ist, sagt Gerichtsmedizinerin Kathrin Yen. Und die Verletzungen im Genitalbereich sprechen für "Gewalteinwirkung". Was Verteidiger Gerald Ruhri bezweifelt. Ein zweiter Gutachter wird bestellt, um zu klären, wer wie betrunken war.
Sie ist längst wieder in den USA und kann sich an nichts erinnern: "Filmriss." Er hat noch einen Gerichtstermin.


















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