Polizei lehrt Kinder den richtigen Umgang mit Hunden
Blutige Unfälle zwischen Hund und Kind vermeiden ist das Ziel der Initiative von Land und Landesschulrat. Die Kinder waren begeistert.

Foto © KanizajPolizeihund Urban führt vor, wie ein Hund auf falsches Verhalten reagiert. Er hinterlässt blutige Spuren trotz Schutzjacke
"Peng", murmelt Revierinspektorin Michaela Mokoru. Blitzartig legt sich ihre Schäferhündin Jackie (3) auf den Boden und bringt sich vor dem vermeintlichen Schuss in Sicherheit. Die rund hundert Schüler der Grazer Volksschule Am Jägergrund raunen begeistert und applaudieren. Nicht zu laut, um den Hund nicht zu erschrecken. Sie zeigen damit, dass sie aus der theoretischen Einführung kurz zuvor bereits gelernt haben.
Zwischenfälle
Kindern den richtigen Umgang mit Hunden beibringen und dadurch blutige Zwischenfälle vermeiden: Das ist das Ziel der am Freitag vorgestellten Initiative von Landesrätin Elisabeth Grossmann in Zusammenarbeit mit Landesschulrat und Polizei, die den steirischen Schulen kostenlos angeboten wird.
Nicht nur die Kinder, auch Direktorin Wilhelmine Riedl ist begeistert. Nur ein Teil der Schüler war diesmal dabei, die anderen sollen demnächst folgen. Und ebenso die "Zwölf goldenen Regeln" erfahren. Dass man sie niemals von hinten angreifen darf oder ohne vorher den Besitzer zu fragen, nie beim Schlafen oder Fressen stören, vor ihnen davonlaufen, ihnen das Spielzeug wegnehmen. Solche Situationen können fürchterlich enden, wie auch Landesschulrats-Präsident Wolfgang Erlitz aus schmerzvoller eigener Erfahrung weiß.
"Ich habe gelernt, dass ein Hund anders fühlt, denkt und reagiert als der Mensch", fasst Alexander (9) den lehrreichen Vormittag zusammen. Er hat an diesem Tag viel gelernt. Fürs Leben.













