Influenza-Welle rollt in den nächsten Tagen an
Tausende Steirer sind bereits wegen Infekten im Krankenstand. Doch die echte Grippewelle steht uns erst bevor. Wie jedes Jahr breitet die Influenza sich von Westeuropa her in die Steiermark aus.

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Volle Wartezimmer in den Arztpraxen, Schnupfen, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden: Die Grippesaison fiebert nun auch in der Steiermark ihrem Höhepunkt zu. Doch - die Welle mit der echten, saisonalen Influenza erreicht die Steiermark erst in den nächsten Tagen, erklärt Sanitätsdirektor Odo Feenstra.
Magen-Darm-Infektion kursiert
Sie ging, wie übrigens jedes Jahr, von Westeuropa aus (England, Irland, Frankreich, Portugal) und breitet sich langsam nach Südosten aus. In Vorarlberg, Tirol, Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wurden nach Stichproben mehrere Influenzaviren in den Laboren nachgewiesen, vereinzelt auch in Oberösterreich und Kärnten. Einzig in der Steiermark und in Salzburg sind laut der Agentur für Ernährungssicherheit und Gesundheit (www.influenza.at) noch keine echten Grippefälle dokumentiert. Die meisten Erkrankungen sind derzeit in Tirol bekannt; vor allem wegen einiger Schweinegrippefälle.
Wegen grippaler Infekte und Magen-Darm-Infektionen hüten freilich jetzt schon tausende Steirer das Bett. Allein Graz meldete zuletzt 1900 Krankenstände; der bisherige Höchststand dieses Winters lag allerdings bei rund 2300 in der vorletzten Woche des abgelaufenen Jahres.
Noch ist es nicht zu spät, sich zu schützen, meint Sanitätsdirektor Feenstra. Händehygiene ist jetzt wichtig, wer kann, sollte große Menschenmengen meiden, auch für die Influenzaimpfung ist es nicht zu spät - sie schützt nach einer Woche zu etwa zwei Drittel. Der saisonale Influenzaimpfstoff bietet zudem einen Schutz gegen die "Schweinegrippe" A (H1N1).
Sie bricht mit typischen Grippesymptomen aus - plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl mit Fieber über 38 Grad, Atemwegsbeschwerden, Husten, Muskel-, Glieder- und Kopfschmerzen, Halsweh und Schnupfen. Auch Durchfall und Erbrechen können dazukommen.
Kinder gelten laut Experten als Hauptüberträger von Influenzaviren und sind zugleich am meisten gefährdet. Das Immunsystem der Kinder kennt das neue, aggressive Virus nicht. In Köln starb eine Sechsjährige, bei der das A (H1N1)-Virus nachgewiesen wurde.
















