Frühpensionist verlor Substitol-Tabletten: Überfall erfunden
Ein 27-jähriger Frühpensionist hatte im Dezember einen Überfall vorgetäuscht. Der Mann hatte angegeben, durch einen Schlag bewusstlos geschlagen und bestohlen worden zu sein. Bei einem neuerlichen Verhör verstrickte er sich in Widersprüche.

Foto © Christian Penz
Der 27-jährige Frühpensionist aus Graz hatte am 24. Dezember einen Überfall angezeigt. Dabei soll ihn einer der beiden Täter durch einen Schlag auf den Hinterkopf bewusstlos geschlagen haben. Dabei sollen ihm auch seine Umhängetasche samt Inhalt sowie 27 Tabletten Substitol gestohlen worden sein. Der Frühpensionist wies leichte Verletzungen (eine aufgeplatzte Lippe, ein abgebrochener Zahn, Schwellung am Kopf und Schürfwunden an den Knien) auf.
Bei einem neuerlichen Verhör am 10. Jänner verwickelte sich der 27-Jährige in Widersprüche und war geständig, den Überfall erfunden zu haben. Als Motiv gab er an, dass er in der Nacht zum 24.12.2010 aufgrund übermäßigen Alkohol- und Tablettenkonsums auf dem Nachhauseweg mehrmals zu Sturz gekommen sei und dabei seine Umhängetasche und die Tabletten verloren haben dürfte. Den Überfall habe er in der Hoffnung, ehestens wieder Substitol-Tabletten zu erhalten, erfunden.
Der Grazer wird wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und falscher Beweisaussage vor der Kriminalpolizei bei der Staatsanwaltschaft Graz zur Anzeige gebracht.

















