Pröll und Oberhauser aufs Glatteis geführt
Stocksport mit Wirtschaft und Politik / Steirer wollen Allianz / Verordnung für die Schublade

Foto © Sonja HaiderWacker auf dem Eis: Peter Koren, Josef Pröll, Horst Schachner, Jochen Pildner-Steinburg, Gerhard Wlodkowski, Fritz Grillitsch, Hans-Werner Frömmel
Die Liste bekannter Gesichter aus Politik, Wirtschaft und Industrie beim traditionellen Eisschießen von Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch in Fohnsdorf war am Mittwoch lang. Bei minus zehn Grad aufs Glatteis geführt wurden Vizekanzler Josef Pröll, der sonst "lieber dem Fußballsport auf der Zuschauerbank frönt", der ehemalige ORF-Infochef Elmar Oberhauser, der schon tags zuvor in Fohnsdorf verweilte, Tankstellen-Guru Rudi Roth und Hofer-Chef Friedhelm Dold. Stock-sportlich unterwegs waren auch Dieter Fritz von den VAE Eisenbahnsystemen, Baulöwe Hans-Werner Frömmel, Jochen Pildner-Steinburg und Peter Koren von der Industriellenvereinigung, Gewerkschafter Horst Schachner, Ex-Politiker Gerhard Hirschmann, Bauernkammer-Präsident Gerhard Wlodkowski, Kicker Roland Linz und Schisprung-Legende Hubert "Hupo" Neuper. Nach dem Tanz auf dem Eis gab es einen deftigen Bauernschmaus. Dazu stieß auch Ex-Schirennläuferin Renate Götschl, die zuvor mit Töchterchen Lara-Sophie einen Spaziergang in Fohnsdorf machte. Weitere Nachzügler: Wissenschaftsministerin Beatrix Karl und Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder.
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Der Bund ist gut und schlank, die Länder sind verfettet und schlecht", fasst ÖVP-Klubobmann Christopher Drexler die jüngste Kritik von Bundesseite an den Ländern zusammen. Derartiges werden sich die steirischen Schwarzen "von einer reformlahmen Regierung", so Drexler, nicht gefallen lassen. Viel mehr solle eine "Länderallianz" eine moderne Kompetenzverteilung ausarbeiten. Den Jugendschutz sieht Drexler etwa beim Bund gut aufgehoben, den Bereich Bau- und Raumordnung indes bei den Ländern. Diese sollten sich darin messen, wer effizienter arbeitet. Schließlich tritt die Steirer-VP noch für mehr Verfassungsautonomie ein: Damit könnten die Länder etwa beim Wahlrecht Verbesserungen erzielen.
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Monatelang hatte die steirische Politik in Wien Druck dafür gemacht, jetzt ist sie da: die Kennzeichnungsverordnung für Pkw, die eine Umweltzone ermöglicht. Doch nun will Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) das gute Stück nicht unterschreiben. Grund ist, dass der neue steirische Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) eine Umweltzone für Graz ablehnt. "Eine Verordnung, die nicht umgesetzt wird, wäre sinnlos", heißt es in Wien. Das Papier wandert nun in die ministerielle Schreibtischschublade.
SONJA HAIDER-KRÄTSCHMER, THOMAS ROSSACHER, GÜNTER PILCH

















