Bonus von 70.000 Euro
Verkehrte Welt im Grazer Rathaus: Dort bemüht sich Stadträtin Sonja Grabner (VP) auf Empfehlung von Rechnungshofdirektor Günter Riegler zu sparen.

Foto © KanizajStadträtin Sonja Grabner (VP)
Doch genau das droht die Kosten nach oben zu treiben. Brennpunkt ist hier einmal mehr die Grazer Berufsfeuerwehr. Dort sei man mit "Rostschüsseln" im Einsatz, klagt ein Feuerwehrmann. Ob Bremsen, Federung oder tragende Teile: Die Mängel am Gerät wären unübersehbar. Abhilfe in Form von vier brandneuen Löschfahrzeugen zu jeweils 440.000 Euro wäre unterwegs, wenn Grabner bloß den Auftrag unterschreiben würde. Die Uhr tickt, zumal der Lieferant bei einer Beauftragung bis Jahresende auf vier Prozent des Kaufpreises verzichten möchte. In Summe geht es um 70.000 Euro. Doch die Unterschrift seitens der Politik ist weiterhin ausständig. Stattdessen ist eine Neuausschreibung angedacht. Damit wäre aber der Bonus über 70.000 Euro gestorben - und die Berufsfeuerwehr weiterhin auf "Rostschüsseln" angewiesen.
Soweit muss es nicht kommen, heißt es bei Grabner. Die Entscheidung, wann welche Löschfahrzeuge geordert werden, hängt "vom Rechnungshof und der Feuerwehr ab", so Büroleiter Maximilian Mazelle. Man nehme den Rechnungshof ernst und müsse auf die effiziente Mittelverwendung achten. Sind sich Floriani und Prüfer einig, dann steht einer Beauftragung nichts im Weg. THOMAS ROSSACHER

















